Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohe Festtage

Liebe Blogleser, Freunde, Bekannte, Unterstützer!
Lange war es hier ruhig, aber ich verspreche, dass es zwischen den Jahren und im neuen Jahr wieder kürzere Zeiträume sind, welche zwischen meinen Blogupdates liegen.
So langsam neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende zu. Lief es bis in den Sommer hinein so wie ich es mir vorgestellt hatte und waren es eher Hochs als Tiefs, war die zweite Saisonhälfte eine Enttäuschung, aber so ist es im Leistungssport, es gibt immer einige Hürden zu überwinden. Und so arbeite ich weiter fleißig daran, dass die neue Saison wieder ein Hoch wird!
Am Ende des Jahres gilt es auch Danke zu sagen.
Danke an meine Unterstützer und Partner, die mir es ermöglichen diesen Sport auf diesem Niveau auszuüben. Außerdem bei meinen Trainern, Familie und Freunden für die Rundum-Betreuung und Unterstützung!

D A N K E !
Ich freue mich auf das neue Jahr und die neue Saison und wünsche allen entspannte Feiertage und einen guten Rutsch!
Bis die Tage
Marc

Samstag, 28. November 2015

Das Faulenzen ist vorbei-die neue Saison beginnt

Mittlerweile ist meine Saisonpause auch beendet. 6 Wochen Off-Season waren lang genug, an dem der Sport mal nicht im Vordergrund stand und ich einfach mal versucht habe den Kopf und die Beine wieder locker zu bekommen. So war das Training deutlich reduziert und eher "Bewegungstherapie" und Alternativsport. Einfach alles nach Lust und Laune. Und auch einige Ruhetage. Ich denke, dass ich einen guten Mittelweg gefunden habe, mit Tagen wo ich bspw. 3,5Std MTB gefahren, mal 30min Schwimmen war oder komplett Ruhe gemacht habe.
So war ausreichend andere Zeit für Unternehmungen mit meiner Freundin, berufliche Weiterbildung, Wohnungsrenovierung, Arbeiten, Zukunftspläne schmieden etc...
Seit einer Woche bin ich gemeinsam mit meinen Vereinskollegen wieder ins Training eingestiegen, und demnächst wird es auch hier wieder mehr Neuigkeiten geben!

Montag, 19. Oktober 2015

Wettkampfbericht Ironman Hawaii

Nachdem nun eine gute Woche seit dem Ironman auf Hawaii vergangen ist und ich mich mit dem Urlaub auf Maui vom Wettkampf ablenken konnte, hier nun mein Wettkampfbericht:

Zu den Vorbereitungen auf Hawaii habe ich ja schon ausführlich berichtet.

Am Wettkampfmorgen klingelte der Wecker um kurz vor drei Uhr. Ich hatte noch einigermaßen schlafen können und die Vorwettkampfspannung war zwar spät,aber immerhin seit Freitag dann auch richtig da. Frühstücken und dann um 4.15 Uhr gemeinsam mit Doro Martin an seinem Hotel abgeholt. An der Wechselzone angekommen reihten Martin und ich uns zum Bodymarking ein, mittlerweile war es nach 20minütigen Fußweg 4:45 Uhr. Dann unsere Räder und Wechselbeutel noch einmal kontrolliert und alles startklar gemacht! Dann bei den Supportern verabschiedet und ich habe mich in Ruhe am Parkplatz des King Kamehahema-Hotels aufgewärmt. Irgendwie waren heute morgen die Beine schwerer als gewohnt, aber nach kurzer Zeit gab sich auch das! Nachdem ich meinen Sailfish Rebel Speedsuit angezogen hatte, ,schwamm ich mich nach dem Start der Profis noch ca. 10min ein,bevor ich mich zur Startlinie begab, dort traf ich dann zufällig Martin wieder. Wir reihten uns in der ersten Reihe ein und um Punkt 6.55 Uhr fiel pünktlich der Startschuss.
Ich kam relativ gut weg und konnte recht bald frei schwimmen. Nach ein paar hundert Metern erkannte ich Martin wieder und wir schwammen eine Zeitlang nebeneinander, dann verloren wir uns wieder, ehe wir uns nach ca. 2/3 der Strecke wiederfanden;-) Der Rückweg des Schwimmkurses war etwas unruhiger aufgrund der Wellen, aber das Gefühl war noch relativ gut und „entspannt“. Nach und nach konnte ich mich etwas weiter nach vorne arbeiten. Nach rund 59min entstieg ich dem Ozean. Keine so schnelle Zeit, aber wenn man Aufwand und Ertrag dafür betrachtet, hat es für den restlichen Teil des Rennens ganz gut gepasst. In der Wechselzone bekommt man auf Hawaii relativ viel geholfen. Der Wechselbeutel wird einem aus- und wiedereingepackt und man bekommt seine Bekleidung angereicht und es wird einem auch geholfen seine Sachen anzuziehen; wovon man doch sehr überrascht ist und es einen z.T. eher ablenkt. Eine super Sache jedoch ist dabei in Eifer des Gefechtes wohl der Frontreißverschluss meines Einteilers gerissen. Somit verlor ich in der Wechselzone rund 30sek.
Auf dem Rad kam ich aber gleich gut in den Rhythmus, Martin und ich orientierten uns weiter nach vorne. Nach der ca. 15km langen Einführungsrunde durch die Stadt ging es für die nächsten 165km raus auf den Highway in Richtung Hawi und zurück. Hier ist der Rennverlauf schnell erzählt. Ich fühlte mich am Rad immer besser und Martin und ich arbeiteten uns im fairen Abstand von 10+Metern fahrend in Richtung Spitze des Agegroup-Feldes nach vorne. Kurz vor Hawi, was ca. km 100 des Rennes entspricht, bekam ich wie aus dem Nichts vom Kampfrichter auf dem Motorrad eine blaue Karte wegen Windschattenfahrens gezeigt. Somit war die Gruppe um Martin weg, da ich nach dem Turnaround in Hawi in die Penaltybox musste und dort 5min Zeitstrafe absetzen musste, immerhin nutze ich die Zwangspause zur kurzen Dehn- und Pinkelpause. Dann ging's mit etwas Wut und Enttäuschung im Bauch weiter, war ich doch nun einige hundert Plätze zurück gefallen, den nächsten Zeitverlust gab es dann auch gleich bei den Special Needs, wo mein Beutel mit Eigenverpflegung nicht auffindbar war. Naja, nicht ganz so wichtig, da ich nicht zwingend darauf angewiesen war. Also begab ich mich allein auf die Aufholjagd nach vorne. Anfangs meldete sich die Gesäßmuskulatur, wohl vom Rhythmusverlust durch die „Pause“, aber das gab sich spätestens nach der Abfahrt von Hawi. Mein Weg führte mich unaufhaltsam nach vorne. Die 80km zurück nach Kona konnte/wollte mir keiner meiner Konkurrenten folgen und so kam ich wieder in den Top 10 der Agegroup in der 2.Wechselzone an. Möglichst keine Zeit mehr verlieren, am Ausgang der Wechselzone rief mir mein Vater zu, dass ich 1,5 Minuten Abstand auf Martin habe.
Aber das Anlaufen fiel mir schon schwer, ein Tempo um 7min/Meile hatte ich mir mal vor genommen,aber sofort zogen zwei Athleten an mir vorbei. Nach 2 Meilen dann meldeten sich Seitenstiche und ein Stopp und Dehnen an der Verpflegung waren unvermeidlich. Danach ging's langsam weiter, noch war ich relativ ruhig. Die nächsten Meilen schaute ich nicht mehr wirklich auf die Uhr, das Gefühl war etwas besser,aber wirklich in einen guten Laufrhythmus kam ich nicht. In den Verpflegungsstellen reduzierte ich das Tempo,um besser Getränke aufnehmen zu können und weitere Seitenstiche zu vermeiden, des weiteren versuchte ich meinen Körper herunterzukühlen. Aber es war fast wie in den gesamten 10 Tagen zuvor auch, beim Laufen wollte mein Körper einfach nicht so recht auf Touren kommen! Am ersten Wendepunkt nach ca. 8km sah ich Martin und alle anderen Athleten mir entgegen kommen, so schlecht lag ich nicht, was mich angesichts meines Tempos und meines Körpergefühls doch überraschte. Immer mal wieder zogen Athleten oder Profifrauen an mir vorbei, z.T. lief ich auch an diesen wieder vorbei, aber ein Rhythmus stellte sich nicht ein. Bei ca. km 14 standen Gerhard und mein Vater und sagten, dass es gar nicht so schlecht aussieht, aber einen Kilometer später, war ich stehend K.O. Ich stoppte an der Verpflegung nahm viel Flüssigkeit und Nahrung auf und war dem Aufgeben nahe, da mein Tempo und Körpergefühl immer schlechter wurden. Gefühlt hätte ich mich schlafen legen können. Irgendwie trabte ich doch wieder los. Nachdem ich den Anstieg die Palani-Road hoch und dann links auf den Highway irgendwie geschafft habe, standen Doro und Anna, dort entledigte ich mich erstmal meiner klatschnassen Socken und Kompressions-Sleeves, welche mich nur noch genervt haben. Beim Wiederanziehen der Schuhe verschoben sich die Einlegesohlen der Schuhe 3-4mal und hier war der nächste Punkt, wo ich im wahrsten Sinne des Wortes die Schuhe am liebsten weggeworfen hätte. Aber auch hier ging's irgendwie in langsamen Schritten weiter. Das Tempo war nun zweitrangig, mittlerweile hatte ich schon darauf umgestellt nur noch in Würde und laufend ins Ziel zu kommen. Der Weg ins Energy-Lab über den Hawaii zog sich wie Kaugummi und mittlerweile wusste ich gar nicht mehr wo ich platziert war, ich wollte einfach nur noch ins Ziel, schnellstmöglich, aber schnell wollte mein Körper nicht. Die Strategie war es nun die Verpflegungsstellen zu gehen und die Strecke, meist eine Meile, zu laufen. Das hielt ich auch bis zum Ende durch. Der Weg durchs Energy-Lab und zurück zog sich dann dennoch. Auch wenn Doro es geschafft hatte, an der Absperrung vorbei, mit Rad auf den Highway zu kommen und mich zu unterstützen (Danke!, auch wenn es im Rennen wohl eher danach aussah, als wenn auch mir das egal sei)! Nach einer Gesamtzeit von 9std29min konnte ich dann endlich die Ziellinie auf dem Alii Drive erklären, ich hatte es zwar geschafft, aber Freude ist was anderes, Erleichterung trifft es vielleicht!
Am Ende steht ein 102. Platz Gesamt und 15. in der Altersklasse 25-29. Die Splitzeiten für Schwimmen 59min10sek, Radfahren 4std49min und Laufen 3std34min!

Danke an alle die mich auf diesem schwierigen Weg unterstützt haben: Doro, meine Eltern, Gerhard&Harald, Freunde& Bekannte sowie Sponsoren!!!

Auch wenn mir viele zum Finish und der Zeit gratulieren und meinen, dass es eine gute Leistung sei, meine Auffassung ist dies nicht. Bei dem Aufwand den ich betreibe habe ich andere Ansprüche und Ziele! Hawaii ist halt ein Rennen bei dem man gerade auf der Laufstrecke gnadenlos gezeigt bekommt, was man leisten kann. Wenn man hier keine 100% Laufform hat wird es ganz schwer!
Ein bisschen Stolz bin ich dann dennoch, dass ich es zumindest ins Ziel gebracht habe, daran hatte ich vor drei Wochen noch sehr gezweifelt, da im Training absolut nichts mehr zusammenlief und die Verletzung ihr Übriges gab!


Rückweg vom Energy Lab,irgendwie sieht's nach Laufen aus:-/
Erster Teil der Radstrecke
Screenshot vom Zieleinlauf, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Ein Ironman hinterlässt Spuren;-)

Dienstag, 13. Oktober 2015

Ironman Hawaii Tag 11+12 After Race

Um die tägliche Berichterstattung aus Hawaii zu vollenden,bevor Ich mich morgen wirklich in den Urlaub nach Maui verabschiede,hier der letzte Bericht.
Nach einer relativ schlaflosen Nacht von Samstag auf Sonntag,begann wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück mit der ganzen Truppe. Dann verbummelten wir den Tag in Kona,ehe am Abend die Awardsparty statt fand.
Heute unternahmen Doro und Ich dann mit den MTB's noch einen Ausflug über die Coffee-Road in Richtung Captain Cook. Wie es meine momentane Pechsträhne so wollte,riss meine Kette und wir mussten irgendwie zurück. Naja,diesmal hatte Ich Glück im Unglück und auf der Coffee Plantage wo wir gerade waren,trafen wir Gregers mit Freundin aus Dänemark,mit welchem ich mich regelmäßig in Frankfurt und Hawaii "duelliert" habe. Er nahm uns dann im Auto mit zurück! Vier Mann und zwei MTB's in einem VW-Touran sind auch fast nen Fall für Wetten dass:-P
Jedenfalls konnte Ich die Kette zu Hause reparieren und wir packten noch Koffer für Maui und ließen den Tag am Strand und bei einem gemütlichen Essen ausklingen...
Tschüss Kona! Bis bald mal wieder;-):-) Meine Rechnung mit Dir ist noch offen;-)
Siegerehrung mit Martin&Gerhard
Erholen mit Muscle Milk Protein und Kona Kaffee;-)
Coffee Road mit Blick auf Captain Cook

Sonntag, 11. Oktober 2015

Samstag, 10. Oktober 2015

Ironman Hawaii Tag 9

Nun kann ich die Stunden bis zum Höhepunkt des Jahres bald an zwei Händen herunterzählen. Ich bin schon gespannt was meine zweite Ironman Weltmeisterschaft bringen wird. Nachdem mein Debüt in Kona vor zwei Jahren ziemlich gut verlief, will ich da natürlich gerne wieder anknüpfen, ob mir das gelingen wird, werden wir dann morgen nach dem Rennen sehen. Ich hoffe einfach ich kann einfach ein paar Prozent mehr abrufen wie ich laut meinem aktuellen Trainingszustand drauf haben sollte und ich hoffe gut ins Rennen zu finden und dann über mich hinauszuwachsen.
Wer es verfolgen will:
Startnummer 2247; Startzeit: 6:55
http://www.ironman.com/triathlon/events/americas/ironman/world-championship/ironfan/2015-oct-10/leaderboard.aspx?q=UNGER&c=all&a=all&t=#axzz3o8FRXZ80
Dies ist ein englischsprachiger Liveticker, aber seitlich kann man sich auch deutsche Blogeinträge aufrufen, oder aber man schaut einfach beim HR-Fernsehen entweder bei der Liveübertragung im Fernsehen oder im Livestream online!
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=55687&key=standard_document_53877679&xtmc=ironman&mtype=d&xtcr=2
Nun noch eine kurze Info zu heute:
Ausgiebiges Frühstück mit Oatmeal und Kona-Kaffee; kurze Vorbelastung am Rad und Laufen (30min jeweils); Stretching und Blackroll; Mittagessen (dasselbe wie gestern;-)); Rad-und Laufbeutel gepackt und dann das Rad und die Klamotten eingecheckt, danach nur noch Füße hoch und relaxen und ein letztes Abendessen, gegen 20.30 Uhr (hawaiianischer Zeit versuche ich dann zu schlafen). Morgen geht früh der Wecker;-)
Alles eingecheckt.Kann los gehen!
Auch alles eingepackt?!

Freitag, 9. Oktober 2015

Ironman Hawaii Tag 8

Heute ist noch einmal volle Entspannung angesagt gewesen. Am Morgen noch einmal eine kurze und knackige Schwimmeinheit im Aquatic Center. Dann gab es ausgiebig Kohlenhydrate in Form von braunem Reis mit Tomatensoße und Fisch. Ein bisschen Dehnen und Blackroll und die Füße hochlegen, auf der Expo noch einmal eine Runde in die Normatech Recovery Boots gelegt, ehe es heute Abend nochmal zur Ironman Pastaparty geht,um die Kohlenhydratspeicher für Samstag weiter zu füllen! Im Folgenden lasse ich dann noch ein paar Bilder von den letzten drei Tagen sprechen.
Auf zur letzten Radeinheit!
Athletenarmband ist angelegt,kein zurück!
Sonnenuntergang 1
Sonnenuntergang 2
Relax&Smile;-)!
Parade of Nations!
Finde meinen Namen;-)
Offizielles Wettkampfplakat
Erholen in Normatec Recovery Boots
Kids Run
Motivationswand vor'm Racehotel
Kostenloser Kona Kaffee im Hotel,mein Lieblinsplatz;-)

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Ironman Hawaii Tag 6+7

Seit gestern steigt die Wettkampfspannung immer mehr in Kona. Von nun an stehen die Tage noch mehr im Fokus des Ironmans. Am gestrigen Dienstag fing die Triathlonexpo, bei welcher es alles rund um Triathlon zu bestaunen  und zu kaufen gibt, ein bisschen Geld habe ich auch schon ausgegeben. Gestern morgen war ich dann nochmal im Meer schwimmen, und besuchte auf halber Schwimmstrecke das Coffee-Boot, wo es frisch gebrühten Kaffee und Energiedrinks gab. Mit einigen Hundert anderen Triathleten war es dann auch schon sehr voll, so dass man sich gut orientieren musste. Im Laufe des Tages zog dann ordentlich Wind auf und es wurde an sich auch schon wärmer. Dementsprechend musste ich mich beim abschließenden Lauftraining schon etwas anstrengen und es fiel mir nicht gerade leicht. Mit einem ausgiebigen Bummel über die Expo klang der Tag dann langsam aus...
Am heutigen Mittwoch war dann noch einmal eine harte Radbelastung angesagt. Eine Hälfte gegen den Wind, eine mit dem Wind, verlief ganz ok. Dann wollte ich eigentlich im Schwimmbad schwimmen,aber das war geschlossen, also wieder eine kleine Runde im äußerst welligen Pazifik. Anschließend Wettkampfregistrierung, mit anschließender Dopingkontrolle, danach noch schnell zur Wettkampfbesprechung, Kaffee trinken mit Doro, dann noch eine Massage und dann war auch noch der Erdinger Alkoholfrei Teamabend,wo wir den Tag bei leckerem Büffet und Erdinger Alkoholfrei ausklingen ließen. Fotos folgen dann morgen...

Dienstag, 6. Oktober 2015

Ironman Hawaii Tag 4+5

Heute sind die Tage 4 und 5 mal zusammengefasst. Einfach aus dem Grund,weil ja nicht jeder Tag mit Action vollgepackt sein kann,worüber es sich lohnt zu berichten. Auch die Erholung ist im Vorfeld des Wettkampfes ja sehr wichtig.
So startete ich gestern den Tag mit einem Lauf auf dem Ali Drive und schaute Dorothee beim Anual Path Run, welcher immer zum Auftakt der Ironman-Woche stattfindet. Nach einem Frühstück absolvierten Martin und ich noch einmal eine Schwimmeinheit im Aquatic Center, direkt neben der letztjährigen Siegerin Mirinda Carfrae und ein paar Bahnen weiter schwammen Sebastian Kienle, Nils Frommhold und Andreas Raelert. Danach war dann ein bisschen relaxen in Kona und im Hotel und ein schönes Abendessen im Outback Steakhouse auf dem Programm.
Beim Kaffeeholen im Lava Java stand ich dann Triathlon TV noch kurz für ein Statement zur Verfügung;-): http://tri-mag.de/aktuell/langstrecke/media/video/boris-stein-ich-werde-das-rennen-aggressiver-angehen-128965
Heute war/ist dann Ruhetag angesagt. Nach einem Frühstück und dem Begrüßen von meinem Trainer und Vater,welche gestern angereist sind, sind Doro und ich ein bisschen mit den Rädern den Alii Drive auf und abgefahren, dann zum Pier und bei den ersten Expoständen geschaut und ich bin einmal in einem Endless Pool geschwommen, quasi ein Laufband für Schwimmer und mit dem nötigen Kleingeld sicherlich eine Alternative zu vollen Schwimmbädern;-). Dann noch eingekauft,was hier angesichts der großem Auswahl und der Größe der Supermärkte durchaus mal länger dauert...Über Mittag dann bei einem guten Kona-Kaffee im Hotel relaxt, essen gekocht,ehe wir jetzt nochmal in die Stadt wollen. Morgen gibt's dann wieder etwas Training und die Expo öffnet und der ganze Trubel beginnt so richtig;-)!



Sonntag, 4. Oktober 2015

Ironman Hawaii- Tag 3


Auch heute stand der Tag nochmal im Fokus des Trainings und der Hitzeanpassung.
Nachdem Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Kona Aquatic Center um noch einmal ein Schwimmtraining zu absolvieren. Anschließend fuhren Martin und ich noch einmal zwei Stunden Rad und legten dabei einige Foto-Stopps ein. In den nächsten Tagen wird das Training nun deutlich weniger und die Erholung steht noch mehr im Vordergrund. Nach etwas Mittagsruhe sind wir dann nochmal zu unserem Reiseveranstalter Hannes Hawaii Tours ins Office gefahren und haben ein kühles Erdinger Alkoholfrei genoßen;-). Dort trafen wir Doro wieder,die den Tag am Strand verbracht hatte und wir fuhren gemeinsam noch einmal in die Stadt.
Von der Wettkampfstrecke gibt's auch ne Abzweig zum Meer
Schwimmtraining im Aquatic Center
Der Ausblick!

Zwischenstopp am Strand II

Samstag, 3. Oktober 2015

Ironman Hawaii-Tag 2

Nachdem wir diesmal auch wieder eine sehr geruhsame und lange Nacht hatten und so langsam den Jetlag "herausgeschlafen" haben, standen für Martin und mich heute noch einmal ein zweistündiges Rad und einstündiges Lauftraining auf dem Trainingsplan. Bevor es Frühstück gab,bin ich schon einmal eine Runde geschwommen, ehe wir nach einem ausgiebigen Frühstück unsere Einheit auf der Wettkampfstrecke starteten. Der Wind meinte es gut mit uns, so dass wir gut in Fahrt kamen, beim Laufen war es dann auch schon gut warm. Im Anschluss könnte ich mich mir dann noch eine Massage, bevor wir den restlichen Tag mit einem Bummel in Kailua Kona verbrachten!

Training muss auch noch sein, erste Ausfahrt am Queen K Highway
Laufeinheit am Alii Drive
Laufeinheit am Alii Drive
Relaxen im Sonnenuntergang

Freitag, 2. Oktober 2015

Ironman Hawaii- noch 9 Tage bis zum Rennen, erster Tag auf der Insel:-)

Nachdem es gestern Abend bei der Ankunft schon recht spät und ich schon ziemlich müde war, gab es nur einen kurzen Bericht. Nun hier mal ein ausführlicher Bericht:
Aufstehen zu Hause um 7.00 Uhr am anderweitig deutscher Zeit, dann ging's um 8.30 Uhr nach Frankfurt am Main zum Flughafen. Dort setze uns (Martin, Doro und mich) mein Vater dann ab und wir begaben uns gleich zum CheckIn der Koffer. Dort hieß es dann erstmal noch Laufschuhe und Radhelme anderweitig als im Radkoffer zu verstauen, aber nachdem dies geschafft war, verbrachten wir die restliche Zeit bis zum Abflug am Flughafen. Um kurz vor 14.30 Uhr hob dann der Flieger in Richtung San Francisco ab. Dort trafen wir dann gegen 16.30 Uhr ein und hatten nur einen äußerst knapp bemessenen Zeitraum um die Einreiseformalitäten in den USA zu erfüllen. So kam bei den Officern am Flughafen dann hoch etwas Hektik auf als noch die halbe Reisegruppe nach Kona um kurz nach 18.00 beim Sicherheitscheck war. So wurden wir dann mehr oder weniger vorgezogen, so dass unser Flug mit etwas Verspätung nach Kona weiter ging. Dort trafen wir dann um 21.30 ein und wurden von Hannes Hawaii Tours mit einem kleinen Snack, gekühlten Getränken und Blumenkette empfangen. Der Transfer in die Unterkunft verlief reibungslos. Aber wie gesagt, es war fast Mitternacht als ich endlich schlafen konnte, was ich im Flugzeug wenig bis gar nicht konnte.

Heute morgen wachten wir dann gegen 7.00 Uhr nach einer relativ erholsamen Nacht auf.
Nun gingen wir erstmal im Lava Java gemütlich frühstücken, holten unsere Leihräder für den Alltag ab, kauften ein, packten die Sachen aus und machten es uns in unserem riesigen Appartement gemütlich. Danach standen für Martin und mich noch eine lockere Rad- und Laufeinheit am Programm. Auch ein kurzes Schwimmen auf der Wettkampfstrecke ließen wir uns vor dem Abendessen nicht nehmen.
Ist schon wieder ein gutes Gefühl hier zu sein, auch wenn sich wenig bis gar nichts verändert hat,aber man merkt schon wieder den "Mythos" Ironman Hawaii!
Nun ist schon wieder so langsam Schlafenszeit!
Ein Update folgt morgen wieder!

Erstes Frühstück im Lava Java
Ankunft in Kailua Kona
Erste Schwimmeinheit, das Wasser ist sehr warm:-)

Mittwoch, 30. September 2015

Ironman Hawaii-Die Anreise

So,nun geht's endlich los. In einer knappen Stunde geht für Dorothee,Martin und mich der Flug über San Francisco nach Hawaii! Heute Abend hawaiianischer Zeit werden wir nach 18 Stunden Flug ankommen! Ein längeres Update folgt auf Hawaii!
Martin, Doro und Ich kurz vor'm Abflug
Bericht aus dem Schwälmer Boten

Montag, 28. September 2015

Ironman Hawaii 2015-noch 12 Tage

Wenn es in meinem Blog lange ruhig ist, dann bin ich meistens mit viel Training beschäftigt oder aber es läuft gar nichts zusammen. In letzter Zeit war eher zweites der Fall:-( .
Nun der Reihe nach: Wie die erste Zeit seit Wiesbaden verlief habe ich ja im letzten Eintrag geschildert, so langsam ging es aber wieder aufwärts und ich war guter Zuversicht noch eine relativ gute Form für Kona aufbauen zu können. Aber manchmal ist der Weg äußerst steinig. Bei einer Schwimmzeit gab es bei einer Wende auf einmal ein heftiges Stechen im Rücken, verspannte und krampfende Muskulatur und Atemnot als Folge. Naja, dachte ich mir erstmal nicht viel bei, wird ne muskuläre Blockade sein und ist nach ner Physiositzung wieder besser. Wurde es aber nicht, sondern im Gegenteil, im Verlauf des Abends nahmen die Schmerzen zu, da es Sonntagabend war zum Notdienst, der meinte dasselbe. Was folgte waren in den nächsten 3 Tagen Ärzte- und Physiotermine, ehe man eine Art Stressfraktur der Rippe diagnostizierte. Belasten darf ich,aber nur moderat,schwimmen erstmal nicht-eine äußerst besch...Situation vier Wochen vor dem Saisonhöhepunkt. Nachdem die 4.Woche vor Kona dann unter den Umständen kein-wenig Training möglich waren und es zwar von den Schmerzen von Tag zu Tag besser wurde, aber die Form scheinbar immer weiter runterging, wusste ich in der 3. Woche vor Kona zunächst nicht, ob es bis Kona reicht. Naja, irgendwie ging es dann mit geringeren Schmerzen doch langsam bergauf und ich konnte noch einmal eine solide Trainingswoche abreißen. Nun steht morgen noch einmal eine Radeinheit am Plan, ehe es am Mittwoch über den großen Teich geht. Ich hoffe einfach,dass im Tapering eine deutliche Formsteigerung drin ist!
Ab jetzt werde ich mich nun wieder häufiger mit einem kleine Kona-Tagebuch melden!!!

Samstag, 12. September 2015

Ironman Hawaii-noch vier Wochen

Nun ein kurzes Update zu den Vorbereitungen für den Ironman Hawaii 2015.
Mittlerweile sind es nur noch vier Wochen bis zum Startschuss auf Big Island. Die Trainingsbedingungen sind ja überwiegend gut, so dass es von der Seite keine Ausreden gibt;-). Die Trainingsquantität passt auch einigermaßen, jedoch ist die Trainingsqualität gerade beim Laufen seit 3-4 Wochen sehr bescheiden. Nach Wiesbaden schien alles seinen geregelten Weg zu gehen, doch von einem auf den anderen Tag lief nicht mehr fiel zusammen. Von Müdigkeit war und bin ich nicht betroffen, es passte einfach plötzlich gar nichts mehr. Eine Ursache habe ich bis heute noch nicht wirklich gefunden. So verordnete mir mein Trainer ein paar Tage Ruhe, was immerhin das Schwimmen und Radfahren auf ein akzeptables Niveau brachte. Es ist zwar noch nicht da, wo es sein sollte, aber damit kann man ganz gut arbeiten. Beim Laufen läuft jedoch nicht viel zusammen. Und von einer akzeptablen Form kann man da nicht sprechen. Naja, noch sind es vier Wochen, vielleicht kommt alles so schnell wieder,wie es gegangen ist. Jetzt steht noch einiges am Trainingsprogramm, der Wettkampf fürs Team in Remagen ist angesichts der Umstände gestrichen:-/
Ironman Hawaii 2015-Way to go!!!

Die Tickets sind auch schon da, am 30.09. geht der Flieger:-)
Danke an Sailfish für den neuen Schwimmanzug:-)-#madetomakeyoufaster!!!
Wettkampfoutfit für Kona, designed by Biehler Sportswear!
Überraschender Besuch am frühen Morgen...

Samstag, 5. September 2015

Wettkampfgestaltung und Rezeptvorschlag

Heute mal ein etwas anderer Blogeintrag. Und zwar habe ich mit Hilfe meines Sponsors Muscle Milk Protein ein paar Tipps zur Vor-und Nachbereitung eines Wettkampfes zusammengestellt und ebenso einen leckeren Rezeptvorschlag! Demnächst gibt es wieder ein Update zu den Kona-Vorbereitungen. #finisheveryworkoutright mit #musclemilkprotein





Dienstag, 25. August 2015

Vorbereitung Ironman Hawaii 1

Hier nun ein kurzes Update zu den Wettkampfvorbereitungen für den Ironman Hawaii.
Nach dem Wettkampf in Wiesbaden konnte ich nach 2-3 ruhigeren Tagen relativ nahtlos mit einem Grundlagenausdauer-Block in die Vorbereitungen für die Ironman Weltmeisterschaften einsteigen. In 5 Wochen geht schon der Flieger nach Hawaii und bis dahin steht noch einiges an Arbeit an.
Ich werde immer mal kurze Updates veröffentlichen!

Montag, 10. August 2015

Rennbericht Ironman 70.3 Wiesbaden

Nachdem die Erholung vom Ironman FFM doch recht schnell voran ging und die Trainingseinheiten auch schon wieder recht vielversprechend verliefen und der Testwettkampf am letzten Sonntag auch recht gut war, ging ich mit großen Erwartungen in Wiesbaden an den Start. Die Vorwettkampfwoche verlief gut, am Wettkampfmorgen fühlte ich mich eigentlich auch gut, aber schon im Wasser ging an diesem Tag nicht viel.
Nach dem neu eingeführten "Rollingstart-Prozedere" (alle paar Sekunden werden ein paar Leute losgelassen und die Zeitnahme beginnt an der Wasserkante-meine Meinung: Kann man mal machen, fairer ist aber nach wie vor der Massenstart, gehört zum Triathlon dazu!) kam ich gleich mit den Ersten los. Aber irgendwie war ich mittendrin in der Gruppe und frei schwimmen konnte ich mich auch nicht wie gewohnt. Außerdem waren die Arme irgendwie verkrampft. Nach ca. der Hälfte der Schwimmstrecke kam allmählich ein Rhythmus rein, jedoch merkte ich, dass es nicht wirklich schnell war. Das bestätigte mir der Blick auf die Uhr beim Landgang nach ca. 1500m. Immerhin verlor ich nicht noch weiter Boden und blieb in der Gruppe. Nach unzufriedenstellenden 27min39sek kam ich aus dem Wasser. Mein Teamkollege Martin war ca. 1 Minute vor mir, normalerweise schwimmen wir die gleiche Zeit oder innerhalb weniger Sekunden. Immerhin fühlten sich die Beine recht ordentlich an und so konnte ich auch auf den ersten 30 relativ flachen Kilometern gut Druck machen. Nach ca. 10km holte ich Martin ein, bei 20km fuhr er wieder an mir vorbei, dann zunächst auf Sichtweite, ehe ich im Anstieg vor der ersten längeren Abfahrt zu ihm und zwei weiteren Athleten den Anschluss verlor. Von da an war ich auf mich allein gestellt und musste mit der Uhr, den Wattwerten und mir selbst kämpfen. Die Werte waren zwar recht ordentlich, aber ein gutes Gefühl stellte sich nicht ein. Ich überholte zwar immer mal wieder vor mir gestartete Profiathleten bzw. schnellere Schwimmer und konnte die auch sofort auf Abstand halten, aber ein guter Tag schien es nicht zu sein. Als ich nach 90 mit zahlreichen Anstiegen versehenen KM in die zweite Wechselzone kam, war Martin bereits am Rauslaufen. Ich stieg vom Rad ab und überraschenderweise waren die Beine noch recht gut. Problemloser Wechsel, kurze Pinkelpause und los ging's. Und plötzlich schien es so langsam anzulaufen. Seit St. Pölten und FFM in diesem Jahr habe ich denke ich gelernt, dass man im Rennen auch  mal Geduld haben muss, und so konnte ich relativ schnell die gute Minute zu Martin zu laufen und mit KM-Zeiten von 3min40sek Boden  auf viele Teilnehmer gut machen. Nach der Hälfte der Strecke merkte ich schon, dass es hart werden würde das Tempo durchzuhalten, also reduzierte ich etwas. Bei Km 14 musste ich einen Dixistopp einlegen, dann kam ich auch wieder in den Rhythmus rein, jedoch merkte ich, dass sich die alte Problematik (Seitenstechen bzw. eher ein Verkrampfen von tiefer liegender Muskulatur im Bauchbereich) meldete. Und so stand für mich bei KM 16 eine Geh-/Trabpause über 1km an, ehe ich mich wieder einigermaßen fangen konnte, da mir mein Trainer und meine Freundin zu riefen, dass ich in meiner Altersklasse noch auf Platz 2 liege. Martin war da schon wieder an mir vorbei gezogen und ich kämpfte mit mir wieder ins Rennen zu finden. Immerhin konnte ich es noch ins Ziel bringen, ehe wenig später im Ziel dann die Ernüchterung folgte, dass es nur zu Platz 4 gereicht hatte, da ein Athlet 15 Tausendstel vor mir lag. Naja, abhaken, die Tage noch einmal in Ruhe analysieren und weiter machen und das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verlieren-war einfach nen Scheißtag! Glückwunsch an Martin und danke an alle Supportern an der Strecke!