Dienstag, 31. Oktober 2017

Wettkampfbericht Challenge Forte Village Sardinien

Die Challenge Forte Village auf Sardinien stellte, wie bereits angekündigt, für mich den Abschluss der Triathlonsaison 2017 dar.
Und es war zum Abschluss noch einmal eine richtige harte Nuss, die es zu knacken galt. Da ich frühzeitig angereist war, konnte ich mich mit den Strecken vertraut machen, was definitiv nötig war.
Das Schwimmen am Wettkampftag bestand aus zwei Runden im Mittelmeer. Die Bedingungen waren in der 2. Runde mit etwas mehr Wellen und wir Profiathleten hatten damit zu kämpfen, dass wir in die nach uns gestarteten Agegroupern schwammen, was für beide Seiten sicherlich nicht ideal war. Dennoch bin ich mit meiner Schwimmleistung sehr zufrieden. Mit einem Abstand von ca. 90sek auf die erste größere Gruppe, stieg ich um Position 20 aus dem Wasser. Der Abstand war dieses Jahr auch schon mal 3min, von daher geht der Trend hier klar aufwärts.
Das Rad sollte dann eine windige Angelegenheit werden und erschwerten die Radstrecke, die 1100 Höhenmeter aufwies und ein ständiges Auf und Ab war zusätzich. Nach 20km erfolgte ein etwas längerer Anstieg mit einer drauffolgenden, langgezogenen Abfahrt, ansonsten wie bereits geschildert viele Hügel und kurze Abfahrten an der Küste entlang. Auf dem Rad hatte ich sehr gute Beine und fühlte mich richtig stark und trat so hohe Wattwerte wie noch nie auf einer Mitteldistanz und kam damit ordentlich nach vorne. Lediglich in der Abfahrt verlor ich etwas viel Zeit, aber da ich so einen guten Tag hatte, konnte ich das Ganze wieder zu fahren. D.h. für mich als an den Abfahrtskünsten arbeiten...Trotz der harten Belastung auf dem Rad kam ich recht schnell in meinen Laufrhythmus von KM-Splits zwischen 3.40-50sek/km. Musste jedoch eininge Konkurrenten ziehen lassen, auch weil bei 10km ca. 1min eine Geh- und Dehnpause aufgrund von Seitenstechen einlegen musste, aber auch danach fand ich wieder in den Rhythmus. Auch die Laufstrecke war sehr anspruchsvoll mit rund 200hm und teilweise starken Gegenwind, so dass es auf der 2. Laufrunde nochmal eine Nummer härter wurde. Aber trotz der zwischenzeitlichen Probleme konnte ich das gefühlte Tempo solide durchlaufen, verlor zwar Plätze und bin am Ende mit einer Zeit von 4h11min 17. geworden, was einmal mehr die Härte des Rennen zeigt. Aber dennoch bin ich in dem starken Profifeld damit ziemlich zufrieden, da ich in allen Disziplinen mich immer im Schwellenbereich bewegt habe und alles rausholen konnte, was an dem Tag möglich war. Außerdem hat es Spaß gemacht in so einem qualitativ und quantitativ guten Feld zu „racen“! Des Weiteren war auch die nötige Frische nach der Langdistanz in Barcelona schon wieder da, so dass ich das Rennen einfach nur positiv bewerten kann und stolz bin auf meine Leistung!
Jetzt stehen für mich auch erst einmal 2-3 ruhigere Woche ohne strukturiertes Training an!

Schwimmen Quelle: Sportograf
Bike Course I Quelle: Sportograf
Bike Course II Quelle: Sportograf

Run Course I Quelle: Sportograf
 
Laufen II Quelle: Privat

Finishline I
 Quelle: Sportograf

Finishline II Quelle: Privat

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Noch ein Rennen in der Saison 2017

Nachdem ich mich bereits in der ersten Woche nach dem Ironman Barcelona relativ früh gut erholt gefühlt habe, beschlossen mein Trainer und ich, dass ich noch einmal bei einer Mitteldistanz an der Start gehen könnte. Einfach um die gut Form zu nutzen,aber auch um zu sehen, wie schnell ich eine Langdistanz wegstecken kann. Und so entschloss ich mich dazu mich bei der Challenge Forte Village auf Sardinien anzumelden.Nach einer Regenerationswoche standen noch einmal zwei Woche Training auf dem Plan. Auch diese liefen recht gut, so dass sich Körper und Geist gut auf den Wettkampf vorbereitet fühlen. Das Wetter spielte die letzten zwei Wochen zuhause auch gut mit; die Schwimmform ist da, die Radbeine sind ebenso ganz gut und das Laufen zeigt sich auch wieder deutlich besser und verletzungsfreier als vor Barcelona. Also alles bereit noch einmal für ein gutes Rennen!
Seit gestern bin ich nun auf Sardinien und konnte schon einige schöne Plätze auf der Insel entdecken. Nun heißt es sich bis Sonntagmorgen 8.00 Uhr unter der Sonne Sardiniens gut zu regenerieren und dann noch einmal einen guten Wettkampf abliefern.







Montag, 2. Oktober 2017

Ironman Barcelona

Wie angekündigt sollte der Ironman Barcelona noch einmal ein ordentliches Highlight der Saison werden.
Die Form war gut und bestens eingestellt von meinen Trainern Matthias, Harald und Volker ging es am Mittwochmorgen gemeinsam mit meinem Vater nach Barcelona,bzw. in den Ferienort Callela. Die drei Tage bis zum Wettkampf vergingen relativ schnell und ich sehnte den Wettkampf herbei.
Am Wettkampfmorgen wurde dann meine Vorstartroutine noch von einem Reifendefekt unterbrochen, aber auch das war zu meistern. Aufwärmen und um 8.08Uhr fiel dann für das große und qualitativ gut besetzte Profifeld (div. Ironmansieger und Olympiateilnehmer) der Startschuss. Und so war es dementsprechend eng auf dem Weg zur ersten Boje.  Nach ca.1000m konnte ich mich etwas freischwimmen und sah mich am Ende der Gruppe, kurzer Zwischenspurt und schon war ich mittendrin und ich fand einen guten Rhythmus. Nach gut 3km fiel die Gruppe etwas auseinander aber ich kam dann mit dem vorderen Teil nach rund 50min an Land. Gut gelaufen,wie ich es mir vorgestellt habe. Schneller Wechsel auf's Rad, dann die ersten 3km mit Überholverbot durch die engen Gassen von Callela. Dann bot sich für mich bereits nach wenigen Kilometern auf der welligen Küstenstraße die Chance mit dem Langdistanzeuropameister Joe Skipper mitzufahren.  Da ich was riskieren wollte,tat ich dies und es lief richtig gut, gemeinsam mit einem weiteren Deutschen machten wir uns auf die Verfolgung der schnellsten Schwimmer. Zwei Franzosen waren auch noch dabei,allerdings sehr passiv.  Bei ca.Km 90 stürzte dann Markus Liebelt und Joe und ich machten alleine weiter Tempo und konnten uns absetzen. Zwischen 150-160 km fiel es uns beiden dann aufgrund des Gegenwindes schwer. Mir ging es aber auf dem Rückweg dieser letzten Runden dann noch einmal gut und ich drückte das Tempo bis zu Wechselzone von vorne durch. Nach 4.17std war auch der Radpart Geschichte. Wieder ein schneller Wechsel und ich konnte zunächst eine kurze Lücke auf Joe und einen Spanier reißen, den wir noch eingeholt hatten. Aber nach 2km hatten sie mich wieder überholt und ich lief unbeirrt mein Tempo weiter. Nicht zu früh überzocken,da ich mir unsicher war wie sich das Radfahren nach Laufkilometer 20 auswirkt, war es doch 5min schneller als geplant. 
Der Lauf war dann einfach nur eine Geduldsprobe, ich lief stur mein Tempo ernährte mich gut (wobei ich auch hier ca, 10km mit der Streckenverpflegung zu Recht kommen musste, da mein Vater leider nicht rechtzeitig an der Special Needs Station war. Dennoch lief es weiterhin recht flüssig und ich konnte somit dann noch weitere Athleten überholen und war Anfang der letzten Runde auf Platz 8 vorgekommen. Vorne wurde Horst Reichel etwas langsamer,aber auch für mich kam ab km 35 der harte Part des Marathon. Das flüssige Laufen auf den ersten 3/4 der Strecke, wurde jetzt eher zu einem Kämpfen mit den ermüdeten Oberschenkel,aber ich war sicher dass es diesmal bis ins Ziel reichen wird da ich auch nach hinten ausreichend Luft hatte und auch nichts mehr riskierte. Aber als ich bei km 39 das erste Mal im Rennen auf meine Gesamtzeit schaute und bemerkte,dass es unter 8.20 wird, konnte ich nochmal etwas zulegen. Den Zieleinlauf konnte ich dann so richtig genießen und mit meiner 3.06h auf den Marathon konnte ich sehr gut leben :-). Auch heute kann ich es noch nicht so recht glauben, dass der Wettkampf mit PB in den drei Disziplinen so gut lief und die Gesamtzeit toppt alles. Der 8. Gesamtplatz ist dann eine nette Zugabe! An diesem Wettkampf gibt es sicherlich fast gar nichts auszusetzen, auch wenn es einen perfekten Triathlon nicht gibt! Jetzt erst einmal ein bisschen regenerieren und dann schau ich mal,wie und ob die Saison noch weiter geht! 

Fotos folgen die Tage!