Mittwoch, 6. Juni 2018

Challenge Samorin "The Championship"

Am letzten Sonntag stand für mich mit The Championship bei der Challenge Samorin die Weltmeisterschaft der Challenge Serie auf dem Programm.
Aufgrund der langen Anreise in die Slowakei war ich bereits am Mittwochabend vor Ort und hatte so genügend Zeit mich mit den Wettkampfstätten rund um das slowakische Olympiatrainingszentrum X-Bionic Sphere vertraut zu machen!
Der Renntag versprach ein schnelles Rennen und Temperaturen von um die 30 Grad und die Strecken waren zum Großteil in der prallen Sonne. Am Sonntagmorgen wurde dann für die Profiathleten auch ein Neoprenverbot ausgesprochen, was aus meiner Sicht einer WM auch würdig ist.
Um 9.00 fiel der Startschuss und es galt zunächst 1,9km in der an diesem Tag recht welligen Donau zu schwimmen. Auch mein Schwimmen war an diesem Tag alles andere als flüssig und so stieg ich weit hinten im Profifeld aus dem Wasser. Die genaue Zeit schaute ich mir gar nicht an,sondern wusste nur, dass jetzt meine Taktik am Rad nur noch Vollgas heißen kann. Und so ging es auch die ersten 30km mit Rückenwind und Geschwindigkeiten von um die 50km/h über den flachen Kurs über slowakische Landstraßen, ehe es auf einen sehr holprigen Radweg 15km lang mit Gegendwind in Richtung Wendepunkt ging, woraufhin 20km wieder mit ordentlich Rückenwind folgten, bevor es die letzten 25km darum ging bei Gegenwind die Geschwindigkeit über 30km/h zu halten. Aufgrund meiner Schwimmleistung war ich beim Radfahren auf mich allein gestellt, dazu gab es die 20m Windschattenregelung, so dass zumindest im Profifeld ein faires Radfahren gewährleistet war. Das Radfahren verlief dann eigentlich so ganz nach meinem Geschmack und ich konnte die Leistung abrufen, die ich mir vorgenommen hatte. Trotz eines Kettenklemmers bei KM 20, woraufhin ich kurz anhalten musste und die Kette von Hand wieder auflegen musste, und des Verlust meines Trinksystems am Lenker bei KM 25, konnte ich am Ende mit einem Durschnitt von über 43km/h und in 2h04min eine neue Bestzeit für den Radsplit auf der Mitteldistanz aufstellen.
Nun galt es noch die 21km auf unterschiedlich Untergründen (Asphalt, Gras, Schotter und eine Pferderennbahn) zu laufen. Nachdem ich auf dem Rad 10 Positionen gut machen konnte, galt es nun beim Laufen noch so schnell es geht zu laufen. Aber schon nach 4-5km wollten die Beine nur noch ein Einheitstempo laufen. Aber auch da war schon klar, dass weder nach vorne noch Boden gut zu machen war, noch nach hinten was zu verlieren war. Und so lief ich mit einer durchschnittlichen Laufleistung, welche sicherlich auch dem harten Radfahren und den äußeren Bedingungen geschuldet war, auf den 14. Platz im Profifeld mit einer Zeit von 4h03min, war es etwas über der 4h Marke, aber mehr war an diesem Tag nicht drin. Dennoch bin ich nach 2-3 Tagen Abstand zum Rennen dennoch recht zufrieden mit der Leistung, passt die Formkurve in Richtung Challenge Roth sehr gut!

Kopf runter und Gas geben; Quelle:Activ Images

Quelle: Activ Images

Quelle: TriMexico

Freitag, 1. Juni 2018

Rückblick Challenge Riccione und Ausblick Challenge Samorin "The Championship"

Fast vier Wochen sind mittlerweile seit meinem ersten Saisonrennen über die Mitteldistanz bei der Challenge Riccione vergangen und so langsam wurde es dann auch einmal Zeit für einen kurzen Ergebnisbericht zu dem Rennen, sowie einen kurzen Ausblick auf das zweite Rennen des Jahres, ebenfalls eine Mitteldistanz, bei der Challenge Samorin:

Donnerstagfrüh erwischte ich einen frühen Flug nach Bologna ehe es dann noch einmal zwei Stunden mit dem Bus in Richtung Riccione ging. Der Tag war zum Erkunden des Bikecourse eingeplant, aber Dauerregen machte mir einen Strich durch die Rechnung, am späten Nachmittag entschied ich mich nach einigen Espressi und Zeit in diversen Cafes dann zu einem Lauf. Am Freitag war ein Schwimmen im Meer geplant, auch hier hieß es aufgrund zu starkem Wellengang wieder umplanen, also rollte ich noch eine Runde mit dem Rad. Samstag dann ein kurzes Antesten in allen Disziplinen, ehe sich der Rennsonntag bei besten äußerlichen Bedingungen zeigte:
Um 10.00 Uhr fiel der Startschuss mit einem Landstart vom Strand aus. Ca. 300m bis zur ersten Boje, bis wohin ich mich noch recht gut fühlte, dann verlor ich in den Wellen irgendwie den Rhythmus und Anschluss, ehe ich ca. 400m vor Ende von der ersten, der 2min später gestarteten Frauen, eingeholt worden bin, an deren Füße ich mich dann heften konnte.
Der Übergang klappte problemlos, am Rad fand ich mit Michael Göhner schnell einen Begleiter, jedoch lief es auch hier für mich recht unrhythmisch, musste ich ihn nach einer Abfahrt einmal ziehen lassen und dann die Lücke zu fahren, ehe wir dann am langen Anstieg uns "trennten" und ich so langsam meinen Rhythmus fand und ihn erstmal ziehen ließ. Am Wendepunkt der Radstrecke nach ca. der Hälfte der Strecke, welche bis dahin quasi nur bergauf führte, sah ich einige Athleten vor mir und schöpfte neue Energie und erreichte die Gruppe, so dass wir die folgende lange Abfahrt gemeinsam bestritten. Mittlerweile wollten dann auch die Beine mehr Leistung hergeben und so setze ich bei KM 65 eine Attacke und löst mich aus unserer 8 Mann Gruppe, ab hier lief es nun richtig gut und ich konnte eine ordentlich Lücke bis zur Wechselzone reißen. Die letzten KM waren etwas "Gekurve" durch den Ort, so dass ich sah, dass es bis auf Platz 8 ca. eine Minute ist. Somit kann im Laufen noch was gehen, war ich davon überzeugt gut an meiner Laufform gearbeitet zu haben.
In den Lauf kam ich auch gut rein und fand eine guten Rhythmus und hielt den Abstand nach vorne konstant und machte 2-3 Plätze gut. Auf der 3. Laufrunde machten sich dann jedoch Beschwerden in Form von Seitenstechen und Krämpfen in der Bauchmuskulatur breit, so dass ich Tempo herausnehmen musste und noch einen Platz verlor und als 13. ins Ziel kam!
Dennoch muss ich sagen,dass ich mit dem ersten Wettkampf des Jahres recht zufrieden war, zeigt er doch,dass die Form in Richtung meines A-Rennen der Challenge Roth gut passt und ich über den Winter gut gearbeitet habe.

Nach der Rückkehr aus Italien standen 2-3 ruhigere Tage auf dem Programm, ehe es dann 2,5 intensive, langdistanzspezifische Trainingswochen mit u.a. einem 35km Lauf und 5x 150+km Trainingsausfahrten gab. Welche wiederum alles in allem sehr zufriedenstellend verliefen!

Übermorgen steht dann für mich die inoffizielle Weltmeisterschaft der Challenge Serie bei "The Championship" bei der Challenge Samorin in der Slowakei an. Nach einer langen Autofahrt am Mittwoch bin ich nun mitten in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung und freue mich schon auf ein "heißes" ( bei Temperaturen von 30+ Grad und keinen Schatten auf der flachen Strecke, wohl wahrscheinlich) und hartes Rennen am Sonntag!