Dienstag, 30. August 2016

Wettkampfbericht Ironman 70.3 Zell am See

Wie bereits berichtet standen die Vorzeichen für einen guten Wettkampf äußerst ungünstig!
Nach der letzten Vorbelastung am Samstag und beim Aufstehen am Samstag war zumindest die Motivation da und das Körpergefühl auch besser, aber das kann ja auch täuschen.
Um 11.00 fiel dann der Startschuss für meinen ersten Wettkampf als Profi in einem Ironman 70.3 Wettkampf. Mit mir am Start ca. 30 weitere männliche Profis, dass ich nicht unter den ersten 5 aus dem Wasser steige war mir eh klar, aber die erste größere Gruppe wollte ich schon kriegen, aber nach ca. 500m war dieses Unterfangen beendet und gefühlt fehte mir einfach die Kraft, also warten auf die nächste Gruppe und bisschen das Laktat heraus schwimmen und dort mitschwimmen. Fühlte sich auch sehr entspannt an, gegen Ende wurde das Gefühl auch wieder besser. Mit 27min30sek stieg ich aus dem Wasser. Nicht das, was ich eigentlich kann, aber für die Umstände alles ok.
Mit dem festen Boden unter den Füßen fühlte ich mich auch gleich wohler, reibungsloser Wechsel, und außer dass mir die Lasche am Radschuh rausrutsche, welches ich auf dem ersten KM erstmal wieder hereinfummeln musste, passte alles. Sofort konnte ich auf den ersten, relativ flachen 20km Druck machen und mich absetzen von meiner Schwimmgruppe. Mit 45+kmh ging es Richtung dem 13km langen Anstieg, welche 11km relativ stetig bei 4-6% ansteigt, ehe dann noch einmal 2km lang 14-16% Steigung zu überwinden sind. Ich machte weiter Plätze gut. Im Steilstück fiel es mir dann etwas schwerer, aber ich wusste danach kommt eine Abfahrt, wo man sich erholen kann und die restlichen KM sind tendenziell leicht abfallend oder flach. Auch hier wieder 45+kmh. Radfahren lief heuer richtig gut, beim Wendepunkt bei ca. KM 75 sah ich eine Gruppe mit 5 Athleten. Dies gab noch einmal Motivation, dass eine Platzierung unter den ersten 8 möglich ist und so hielt ich das Tempo weiter hoch. Mit 9.bester Radzeit stellte ich das Rad zeitgleich mit Markus Fachbach auf Platz 8 liegend ab. Wieder ein schneller Wechsel und wir liefen gemeinsam los.
Ich ließ ihn erstmal etwas ziehen und peilte ein Tempo von um 4min Tempo, was angesichts meiner derzeitigen Laufform und der Hitze durchaus realistisch war. Aber so richtig lösen konnte Markus sich nicht und es fiel ihm wohl genauso schwer wie mir ein passables Tempo zu laufen, beim Einbiegen auf den 2 Runden Laufkurs entschied er sich zum Ausstieg. Mein Ziel war es jetzt erstmal Platz 8 zu verteidigen. Das Laufgefühl war ok, aber nichts Überragendes. Bei KM 5 lag Paul Reithmayer mit Kreislaufproblemen am Streckenrand, plötzlich war ich kampflos 7., aber nicht lang, schon kam Michael Rünz vorbeigelaufen, keine Chance da mit zu gehen. Die KM pendelten sich bei 4+min/km. Ich konzentrierte mich darauf diesen Schnitt weiterzulaufen, mich zu verpflegen und herunterzukühlen. Dank meinen Eltern, Peter Roth und Diana an der Strecke war ich informiert, dass auch von hinten nicht groß Gefahr drohte und so ging das Spiel die letzten 15km so weiter. Da man sich an mehreren Stellen an der Strecke begegnete hatte ich auch selbst einen direkten Vergleich zu meinen Mitstreitern, auch bei denen sah das auch nicht viel schneller aus, so dass ich dann doch recht sicher Platz 8 nach Hause bringen konnte!

Eine Platzierung die Lust auf mehr macht und noch einmal Motivation geben sollte!

Samstag, 27. August 2016

Letzte Vorbereitungen Ironman 70.3 Zell am See

Hier nun die letzte Rückmeldung vor dem Start am morgigen Sonntag aus Zell am See!
Ein Versuch ist das Ganze zumindest einmal wert!
Heute standen dann neben einer letzten Trainingseinheit und dem Rad Check-In nur noch ausruhen auf dem Trainingsplan;-). Dies habe ich einmal auf ca. 3000m Höhe auf dem Kitzsteinhorn erledigt!
Mal gucken wie die Höhenluft den Beinen bekommen ist!





Freitag, 26. August 2016

Vorbericht Ironman 70.3 Zell am See

Mit dem Ironman 70.3 Zell am See sollte am Wochenende eigentlich ein weiteres Highlight meiner Saison und mein erstes Profirennen im "Ironman-Zirkus" anstehen.
An der Startlinie werde ich stehen, aber ein Highlight wird es realistisch betrachtet eher aufgrund der schönen Landschaft in und um Zell am See werden! Klares Seewasser, anspruchsvolle Radstrecke am Rande der Alpen mit einigen Höhenmetern,aber auch viele flache und schnelle Passagen, dazu ein schöner Lauf-Rundkurs am See, und außerdem bestes Sommerwetter!
Warum daher mein Pessimismus?
Einfach aus dem Grund, weil ich in den letzten vier Wochen einfach nur eine handvoll an Trainingseinheiten absolvieren konnte, die einigermaßen im Rahmen meiner normalen Leistungsfähigkeit liegen, dazu kamen einige abgebrochene Einheiten, viele Ruhetagen und ein äußerst besch... Körpergefühl!
Ausgeruht bin ich, gesund und verletzungsfrei auch, aber wie gesagt ohne ein positives Körpergefühl wird das eine Wundertüte am Sonntag!


Montag, 1. August 2016

Heidelbergman

Nachdem ich mich im Vorfeld von Tag zu Tag bei jedem Schwimm- und Radtraining stetig besser fühlte, war ich doch recht optimistisch für einen guten Wettkampf und ein bisschen Wiedergutmachung für Ladenburg.
Außerdem war ich bereits Freitag für ein verlängertes Wochenende in Heidelberg und konnte mich mit der anspruchsvollen Radstrecke über 34km mit 850m Höhenmetern vertraut machen.
Schwimmen verlief dann auch recht gut und ich fühlte mich recht wohl. Irgendwann gab’s mal einen Schlag auf die Schwimmbrille, nicht weiter schlimm normalerweise. Beim Schwimmausstieg lag ich ca. auf Platz 10, beim Weg zur Wechselzone merkte ich eine unscharfe Sicht auf einem Auge, scheinbar war eine Kontaktlinse verrutscht. Der Versuch sie wieder zu richten, dauerte gefühlt ewig und war auch nicht wirklich erfolgreich, also erstmal auf’s Rad um nicht ganz den Anschluss zu verlieren. Sofort fand ich einen guten Rhythmus und machte Plätze gut und fühlte mich auch hier gut, aber irgendwie war mein Blick noch immer unscharf:-/ und die anspruchsvolle Abfahrt bei 80+km/h einäugig war mir trotz Streckenkenntnis etwas riskant. Also in einem Flachstück kurz gestoppt, wieder Zeit und Anschluss verloren und auch noch nicht perfekt, also kurze Zeit später wieder gestoppt, jetzt klappte es, aber der Zug nach vorne war weg...Immerhin kam ich wieder in einen Rhythmus und die zweite Runde verlief noch recht zügig, Top 10 sollten noch machbar sein, wenn sich die Laufbeine wieder finden.
Jetzt wollte ich wenigsten noch versuchen zu kämpfen und möglichst weit vor kommen! Die ersten 5km ging es stetig bergan, ehe es 5km bergauf gehen sollte. Nahe der Kuppe schwanden dann aber meine Kräfte und irgendwie wollte meine Beine nicht mehr. So konnte ich das Rennen leider nur im Schongang zu Ende bringen.
Nun gilt es in den nächsten vier Wochen bis zum Ironman 70.3 Zell am See meine Laufform zurückzufinden und noch einen soliden Trainingsblock in Hinblick auf die längeren Wettkämpfe zu absolvieren!