Mittwoch, 21. November 2018

Ironman Cozumel


Mit einer argen Enttäuschung ist am letzten Sonntag der Ironman Cozumel in Mexiko geendet. Das letzte Rennen der Saison hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Aber der Reihe nach!
Ich reiste 10 Tage vor dem Rennen gemeinsam mit meinem Vater nach Cozumel, eigentlich genügend Zeit zur klimatischen Anpassung, und den zu erwartetenden 30 Grad Außentemperatur und zum Teil windige Bedingungen auf der Radstrecke. Somit konnte ich die Verhältnisse in einigen Trainingseinheiten kennen lernen, aber auch hier deutete sich schon an, dass der Körper sich schwer tut. Zum Wettkampf hin wurde ich aber optimistischer.
Das Schwimmen verlief im ersten Moment betrachte auch recht zufriedenstellend, verpasste ich zwar wie fast immer die erste Gruppe, aber ich kam recht kraftsparend und mit einer guten Ausgangsposition auf Position 13/14 aus dem welligen Wasser...
Am Rad konnte ich aber gleich von Beginn keinen Durck aufs Pedal bringen. Bis ca. KM 90 konnte ich dennoch sogar 3-4 Plätze gut machen, ehe die Kraft immer mehr nach lies und auch ausgiebiges Kühlen keine Wirkung zeigte. Irgendwann war auch meine Laune und Motivation im Keller und die letzten 60km am Rad waren ziemlich zäh und glichen eher einer lockeren Trainingsausfahrt.
In der 2. Wechselzone überlegte ich mir auch recht lange, ob und wie ich jetzt noch loslaufe, ich entschied mich dazu es einfach nochmal zu versuchen. Bis ca. KM 20 war es auch weitestgehend laufen, ab dort war dann aber auch hier die Luft raus und somit waren die nächsten 10-12km mehr Wandern und Joggen als Laufen und ich machte mir Gedanken, was mir wohl von beidem einfacher fällt ins Ziel zu kommen. Irgendwann war es dann ein genütliches Auslauftempo um das Rennen noch einigermaßen zu finishen. Nach gut 9std35min war der Tag dann für mich auch beendet. Eine wirkliche Erklärung für das, was Sonntag mit mir los war,habe ich noch nicht, die Enttäuschung ist nach wie vor riesig, jetzt ist erst einmal Pause und Erholung angesagt, ehe es dann Mitte Dezember mit der Vorbereitung auf 2019 losgeht!

Donnerstag, 8. November 2018

Ironmanvorbereitungen

Mit dem heutigen Post melde ich mich direkt vom Flughafen zurück, auf dem Weg zu meinem nächsten Wettkampf bei Ironman Cozumel in Mexiko!
Nach dem Rennen bei der Challenge Almere stand für mich relativ schnell fest, dass ich noch ein Rennen in diesem Jahr machen möchte, auch schnell war entschieden,dass es der Ironman Cozumel sein sollte. Die Regeneration verlief gut, das Wetter spielte Ende September und Anfang Oktober zuhause auch noch gut mit,aber für den letzten großen Trainingsblock verabschiedete ich mich mit einer kleinen Trainingsgruppe um meinen Trainer noch einmal für zwei Wochen in die Toskana, wo es bei durchweg 20-25 Grad nahezu optimale Bedingungen zum Training gab. Die anschließend letzten 10 Tage zuhause spielte das Wetter auch nochmal mit, so dass mit entsprechender Kleidung zwei längeren ironmanspezifischen Radeinheiten nichts im Wege stand. Mit den Vorbereitungen der letzten 8 Wochen bin ich sehr zufrieden, die Form ist richtig gut, die Trainingsqualität und - quantität war durchweg hoch, nun gilt es in den nächsten 10 Tagen die Form noch einmal zuzuspitzen, ehe es am 18.11. an die Startlinie geht!

Sonntag, 9. September 2018

Challenge Almere-Amsterdam Wettkampfbericht

Nach dem enttäuschenden Rennen bei der Challenge Roth war für mich relativ schnell der Entschluss gefasst es möglichst bald bei einer weiteren Langdistanz zu versuchen, und somit fiel die Wahl auf Europas älteste Langdistanz bei der Challenge Almere Amsterdam!
Das Rennen bei der Halbdistanz in Finnland gab ordentlich Selbstvertrauen für ein gutes Rennen in Holland und somit verlief das Training bis dahin nach einer Regenerations und einer Taperingwoche mit zwei Wochen ordentlich Umfang auch recht gut!
Das Teilnehmerfeld war gut,aber nicht überragend besetzt, somit war das Ziel mit einem guten Lauf eine gute Platzierung zu erzielen. Und dieses Mal ging der Plan vollends auf.
Der Start in den langen Tag verlief im recht kühlen Gewässer relativ gut, zwar kämpfte ich ca 1500m um den Anschluss in einer 6er Gruppe, vorne waren zwei weg, aber ab da wurde es dann auf der zweiten von je 1,9km langen Schwimmrunden einigermaßen komfortabel und ich kam in einer guten Ausgangsposition aus dem Wasser mit gut 3min zur Spitze.
Mit einem schnellen Wechsel zerfiel erst einmal unsere Gruppe und ich fuhr kurzzeitig auf Platz 3, bis mich Cameron Wurf, Radstreckenrekordhalter auf Hawaii, überholte. Da ich es heute nicht auf einen schnellen Radsplit und durchwachsenen Lauf ankommen lassen wollte, fuhr ich im komfortablen Tempo weiter und wartete die erste Radrunde über 90km ab, da sich angesichts von 20m Windschattenregel im Profirennen keine Gruppen bildeten und jeder mehr oder mehr für sich selbst gegen den Seitenwind kämpfen musste, der im 2. Streckenteil auf kam, entschied ich mich bei km 100 alleine mein Tempo zu fahren und somit war dann auch die zweite Runde etwas schneller als die erste. In die Wechselzone fuhr ich in Position sechs ,  ca. 5min nach vorne, ca. 5min nach hinten. Beim Loslaufen waren die Laufbeine sofort da und so ging ich den Lauf schneller als geplant mit km Zeiten von 3min55sek-4min00sek an. Nach der ersten von sechs Laufrunden reduzierte ich etwas, machte aber weiterhin Boden nach vorne gut und nach hinten verschaffte ich mir ein Polster. Die Beine spielten gut mit und auch der Kopf waren nach 6,5h Rennstunden noch einigermaßen frisch und so konnte ich bei km24 Platz 5 übernehmen und bis Km 37 den Vorsprung auf 5min ausbauen, nach vorne waren es ca. 9min, somit kein Grund mehr unnötiges Risiko einzugehen um auf Bestzeiten Jagd zu gehen, die letzten 2km waren die Beine dann ziemlich schwer,aber da war das Rennen entschieden und ich lief sehr zufrieden und glücklich mit einem 2h55min Marathon ins Ziel und erreichte Platz 5 mit einer Gesamtzeit von 8h19min, ca. 30sek über meiner bisherigen Bestzeit.
Danke für mein ganzes Umfeld, welches mich auf diesem Weg begleitet, welcher so langsam richtig Fahrt aufnimmt! Harte Arbeit und Hartnäckigkeit zahlen sich immer aus!

Mittwoch, 15. August 2018

Challenge Finnland

Nach dem Ausstieg bei der Challenge Roth stand für mich relativ schnell fest, dass ich als erstes Rennen in der 2.Saisonhälfte wieder bei der Challenge Finnland in Turku am Start stehen möchte!
Das Training bis dahin verlief schleppend und war von guten,aber öfters von schwachen Tagen und Ergebnissen geprägt, zwischendurch wurde der Trainingsrhythmus mit dem 24h Radrennen im 4er Team mit drei Freunden etwas aufgelockert!
Die Anreise nach Finnland verlief aufgrund Wetterkapriolen und Flugverspätungen auch alles andere als glatt, somit blieb mir nur der Samstag um ein Finnland anzukommen,aber auch dieses Hindernis stellte keine wirklich große Hürde da.
So stand ich am Sonntag morgen dann an der Startlinie im Hafenbecken von Turku. Pünktlich zum Rennstart hatte dann der Dauerregen, der uns vom Frühstück bis dahin begleitet hatte, auch aufgehört.
Um 9.00 Uhr fiel dann der Startschuss für die 35 Profimänner und -frauen. Und man kann es eigentlich nur so sagen, dass ich zu dieser Zeit wohl noch schläfrig war, denn so erklärt sich die Schwimmzeit von 30min. Vom Start weg fühlte ich mich kraftlos und ich fand nicht in meinen Rhythmus, irgendwann galt es dann nur noch möglichst kraftsparend bei den ersten Frauen mitzuschwimmen. Nach einem zügigen Wechsel auf Rad setze sich dieses Körpergefühl jedoch fort, dennoch konnte ich 1,2 Plätze gut machen, ab km 30 wurden die Beine allmählich besser und ich konnte meine anvisierte Wettkampfleistung treten und holte deutlich auf und machte Boden gut. Und so ging es dann mit neuem Mut ans Laufen. Der erste Kilometer verlief dann etwas schleppend, aber danach fand ich einen guten Rhythmus bei moderater Anstrengung und konnte mit einer schnelleren zweiten Hälfte im Halbmarathon weiter Boden gut machen und das Rennen mit neuer persönlichen Bestleistung in 3h57min auf Platz 11 beenden, was mich aufgrund der letzten Wochen sowie der Vorbereitungen auf den Wettkampf sowie den Wettkampfstart positiv auf die nächsten Wettkämpfe schauen lässt!



 
Bildquellen: Challenge Finnland


Donnerstag, 5. Juli 2018

Rennbericht Challenge Roth

Am letzten Sonntag stand mit der Challenge Roth mein erster Hauptwettkampf des Jahres im Kalender! Die Vorbereitung darauf hin verlief sehr gut und entsprach weitestgehend der Trainingsplanung und meinen Erwartungen, somit reiste ich bereits am Mittwoch mit Vorfreude und Optimismus auf ein gutes Rennen nach Roth,da bereits am Donnerstag die Wettkampfbesprechung stattfand. Bis zum Rennen am Sonntag waren die üblichen organisatorischen Dinge zu erledigen,aber im Grunde waren die letzten Tage vor dem Rennen nahezu stressfrei und der Fokus lag voll auf dem Rennen, welches ich mit Mut zum Risiko bestreiten wollte.
Und dann viel am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr der Startschuss für die 1.Startgruppe. Ich kam recht schnell in einen guten Rhythmus,welcher sich nicht wirklich schnell anfühlte,aber dennoch waren einige der Rennfavoriten wie Sebastian Kienle, Andreas Dreitz und Joe Skipper in Schlagdistanz, somit machte ich mir keinen Kopf und schwamm diesen Stil weiter, an der Wende nach 1500m zog sich die Gruppe etwas auseinander, aber ich konnte dabei bleiben und je länger die Distanz wurde, desto besser fühlte ich mich. Am Ende stieg ich mit 49min15sek und neuer Schwimmbestzeit für 3,8km aus dem Main-Donau-Kanal und hatte nur eine gute Minute Rückstand auf die große Spitzengruppe. Und so ging es mit noch einmal mehr Motivation auf's Rad. Sofort fanden sich mit Joe Skipper und Markus Hörmann schnelle Mitstreiter für die Aufholjagd bzw. einem guten Bikesplit, irgendwann stieß dann noch Jan Raphael hinzu, und wir waren in einem guten Tempo unterwegs. Es fühlte sich alles gut an! So richtig rund lief unsere Gruppe dann aber doch nicht und irgendwie zerfiel diese dann bei KM 80, Joe fuhr nach vorne, mit einem überholenden Fahrer, raus, zuvor war eine Lücke zu den anderen zwei entstanden, ich für meinen Teil entschloss mich, dass ich weiterhin in die Offensive gehe und von nun an meinen Rhyhtmus weiter fuhr. Irgendwann ab KM 100 wurde der Wind deutlich stärker, 2.Runde im Anstieg nach Greding wurden die Kräfte schon weniger,bis ca. km 150 lief es aber noch recht gut, ehe die letzen 20-30km recht zäh worden und einer schnelleren Trainingsfahrt glichen, dennoch machte ich noch Plätze gut und war am Ende des Radfahrens unter den ersten 10, was die Zielsetzung an diesem Tag in der Endabrechung sein sollte.
In der 2.Wechselzone gleich den Gang zum Dixi erledigt,ehe ich mich dann auf die Laufstrecke begab. Trotz der angeschlagenen Beine auf den letzten Radkilometern ging das Laufen noch einigermaßen zügig, das Gefühl war auch hier erstmal sehr bescheiden,aber vielleicht lief es sich raus. Am Kanal bei KM 5 lag ich dann auf Platz 11 und beim km 8 sah ich am ersten Wendepunkt,dass eine große Gruppe an Athleten in Schlagdistanz hinter mir läuft. Da sich ein gutes Gefühl noch nicht eingestellt hatte, nahm ich etwas Tempo raus, um dann bei einem Überholvorgang mit einem der hinteren Athleten mitlaufen zu können, aber nach und nach stellte sich heraus, dass das unrhythmische Radfahren einige Körner gekostet hat und die Energiereserven schon im roten Bereich waren, somit wurde ich nach und nach ein-und überholt, am entferntesten Punkt der Laufstrecke lag ich irgendwo um Position 15-20 und auch das "Notfall-Koffeingel" und Red Bull brachten keine Besserung, somit entschied ich mich hier, dass ich das Rennen vorzeitig beenden werde. Bis zur Lände bei KM 25 joggte ich irgendwie , dort versuchten mich David und Marcel noch zum Weitermachen zu überreden,aber ich wollte hier nicht mehr und nur noch zurück in die Stadt und im Zielbereich in die Dusche. Irgendwie kam ich dann zu KM 30,5 wo meine Freundin, Tochter und meine Mutter standen, auch hier wieder die Diskussion Ausstieg ja oder nein,aber mein Entschluss war durch, noch weitere 12km sich durchquälen und sich dann für die weitere Saison zu sehr zu schwächen waren an diesem Tag nicht sinnvoll.
Enttäuscht bin ich nur in der Hinsicht, dass ich meinem ganzen Support an der Strecke kein gutes Rennen bis zum Ende zeigen konnte; aber dennoch nehme ich viel Positives aus diesem Rennen mit: mein Schwimmen ist endlich im Wettkampf auch dort gewesen, wo es im Training schon lange ist; das Radfahren war bewusst mit Risiko und ich weiß nun auch, dass ich bis auf 2-3 Ausnahmeathleten bei allen Attacken mitfahren kann, naja und das Laufen kommt an einem perfekten Tag dann sicherlich auch noch hinzu!

Auf dem Weg zu 4h26min Quelle: Ingo Kutsche
2. Wechsel Quelle: Marco Berger
Auf dem Weg zur Laufstrecke Quelle: Marco Berger

Laufen am Kanal; Quelle: Ute Roth


Mittwoch, 6. Juni 2018

Challenge Samorin "The Championship"

Am letzten Sonntag stand für mich mit The Championship bei der Challenge Samorin die Weltmeisterschaft der Challenge Serie auf dem Programm.
Aufgrund der langen Anreise in die Slowakei war ich bereits am Mittwochabend vor Ort und hatte so genügend Zeit mich mit den Wettkampfstätten rund um das slowakische Olympiatrainingszentrum X-Bionic Sphere vertraut zu machen!
Der Renntag versprach ein schnelles Rennen und Temperaturen von um die 30 Grad und die Strecken waren zum Großteil in der prallen Sonne. Am Sonntagmorgen wurde dann für die Profiathleten auch ein Neoprenverbot ausgesprochen, was aus meiner Sicht einer WM auch würdig ist.
Um 9.00 fiel der Startschuss und es galt zunächst 1,9km in der an diesem Tag recht welligen Donau zu schwimmen. Auch mein Schwimmen war an diesem Tag alles andere als flüssig und so stieg ich weit hinten im Profifeld aus dem Wasser. Die genaue Zeit schaute ich mir gar nicht an,sondern wusste nur, dass jetzt meine Taktik am Rad nur noch Vollgas heißen kann. Und so ging es auch die ersten 30km mit Rückenwind und Geschwindigkeiten von um die 50km/h über den flachen Kurs über slowakische Landstraßen, ehe es auf einen sehr holprigen Radweg 15km lang mit Gegendwind in Richtung Wendepunkt ging, woraufhin 20km wieder mit ordentlich Rückenwind folgten, bevor es die letzten 25km darum ging bei Gegenwind die Geschwindigkeit über 30km/h zu halten. Aufgrund meiner Schwimmleistung war ich beim Radfahren auf mich allein gestellt, dazu gab es die 20m Windschattenregelung, so dass zumindest im Profifeld ein faires Radfahren gewährleistet war. Das Radfahren verlief dann eigentlich so ganz nach meinem Geschmack und ich konnte die Leistung abrufen, die ich mir vorgenommen hatte. Trotz eines Kettenklemmers bei KM 20, woraufhin ich kurz anhalten musste und die Kette von Hand wieder auflegen musste, und des Verlust meines Trinksystems am Lenker bei KM 25, konnte ich am Ende mit einem Durschnitt von über 43km/h und in 2h04min eine neue Bestzeit für den Radsplit auf der Mitteldistanz aufstellen.
Nun galt es noch die 21km auf unterschiedlich Untergründen (Asphalt, Gras, Schotter und eine Pferderennbahn) zu laufen. Nachdem ich auf dem Rad 10 Positionen gut machen konnte, galt es nun beim Laufen noch so schnell es geht zu laufen. Aber schon nach 4-5km wollten die Beine nur noch ein Einheitstempo laufen. Aber auch da war schon klar, dass weder nach vorne noch Boden gut zu machen war, noch nach hinten was zu verlieren war. Und so lief ich mit einer durchschnittlichen Laufleistung, welche sicherlich auch dem harten Radfahren und den äußeren Bedingungen geschuldet war, auf den 14. Platz im Profifeld mit einer Zeit von 4h03min, war es etwas über der 4h Marke, aber mehr war an diesem Tag nicht drin. Dennoch bin ich nach 2-3 Tagen Abstand zum Rennen dennoch recht zufrieden mit der Leistung, passt die Formkurve in Richtung Challenge Roth sehr gut!

Kopf runter und Gas geben; Quelle:Activ Images

Quelle: Activ Images

Quelle: TriMexico

Freitag, 1. Juni 2018

Rückblick Challenge Riccione und Ausblick Challenge Samorin "The Championship"

Fast vier Wochen sind mittlerweile seit meinem ersten Saisonrennen über die Mitteldistanz bei der Challenge Riccione vergangen und so langsam wurde es dann auch einmal Zeit für einen kurzen Ergebnisbericht zu dem Rennen, sowie einen kurzen Ausblick auf das zweite Rennen des Jahres, ebenfalls eine Mitteldistanz, bei der Challenge Samorin:

Donnerstagfrüh erwischte ich einen frühen Flug nach Bologna ehe es dann noch einmal zwei Stunden mit dem Bus in Richtung Riccione ging. Der Tag war zum Erkunden des Bikecourse eingeplant, aber Dauerregen machte mir einen Strich durch die Rechnung, am späten Nachmittag entschied ich mich nach einigen Espressi und Zeit in diversen Cafes dann zu einem Lauf. Am Freitag war ein Schwimmen im Meer geplant, auch hier hieß es aufgrund zu starkem Wellengang wieder umplanen, also rollte ich noch eine Runde mit dem Rad. Samstag dann ein kurzes Antesten in allen Disziplinen, ehe sich der Rennsonntag bei besten äußerlichen Bedingungen zeigte:
Um 10.00 Uhr fiel der Startschuss mit einem Landstart vom Strand aus. Ca. 300m bis zur ersten Boje, bis wohin ich mich noch recht gut fühlte, dann verlor ich in den Wellen irgendwie den Rhythmus und Anschluss, ehe ich ca. 400m vor Ende von der ersten, der 2min später gestarteten Frauen, eingeholt worden bin, an deren Füße ich mich dann heften konnte.
Der Übergang klappte problemlos, am Rad fand ich mit Michael Göhner schnell einen Begleiter, jedoch lief es auch hier für mich recht unrhythmisch, musste ich ihn nach einer Abfahrt einmal ziehen lassen und dann die Lücke zu fahren, ehe wir dann am langen Anstieg uns "trennten" und ich so langsam meinen Rhythmus fand und ihn erstmal ziehen ließ. Am Wendepunkt der Radstrecke nach ca. der Hälfte der Strecke, welche bis dahin quasi nur bergauf führte, sah ich einige Athleten vor mir und schöpfte neue Energie und erreichte die Gruppe, so dass wir die folgende lange Abfahrt gemeinsam bestritten. Mittlerweile wollten dann auch die Beine mehr Leistung hergeben und so setze ich bei KM 65 eine Attacke und löst mich aus unserer 8 Mann Gruppe, ab hier lief es nun richtig gut und ich konnte eine ordentlich Lücke bis zur Wechselzone reißen. Die letzten KM waren etwas "Gekurve" durch den Ort, so dass ich sah, dass es bis auf Platz 8 ca. eine Minute ist. Somit kann im Laufen noch was gehen, war ich davon überzeugt gut an meiner Laufform gearbeitet zu haben.
In den Lauf kam ich auch gut rein und fand eine guten Rhythmus und hielt den Abstand nach vorne konstant und machte 2-3 Plätze gut. Auf der 3. Laufrunde machten sich dann jedoch Beschwerden in Form von Seitenstechen und Krämpfen in der Bauchmuskulatur breit, so dass ich Tempo herausnehmen musste und noch einen Platz verlor und als 13. ins Ziel kam!
Dennoch muss ich sagen,dass ich mit dem ersten Wettkampf des Jahres recht zufrieden war, zeigt er doch,dass die Form in Richtung meines A-Rennen der Challenge Roth gut passt und ich über den Winter gut gearbeitet habe.

Nach der Rückkehr aus Italien standen 2-3 ruhigere Tage auf dem Programm, ehe es dann 2,5 intensive, langdistanzspezifische Trainingswochen mit u.a. einem 35km Lauf und 5x 150+km Trainingsausfahrten gab. Welche wiederum alles in allem sehr zufriedenstellend verliefen!

Übermorgen steht dann für mich die inoffizielle Weltmeisterschaft der Challenge Serie bei "The Championship" bei der Challenge Samorin in der Slowakei an. Nach einer langen Autofahrt am Mittwoch bin ich nun mitten in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung und freue mich schon auf ein "heißes" ( bei Temperaturen von 30+ Grad und keinen Schatten auf der flachen Strecke, wohl wahrscheinlich) und hartes Rennen am Sonntag!