Freitag, 6. September 2019

Ironman Hamburg und dann???

Mit ein paar Wochen Abstand nun ein Bericht zum Ironman Hamburg!
In den Tagen vor dem Wettkampf überzog eine große Hitzewelle das Land,aber in den letzten Tagen vor dem Rennen "kühlte" es etwas ab, so dass das Rennen dann bei relativ normalen Sommertemperaturen von ca. 25 Grad stattfand. Somit waren die Tage vor dem Wettkampf davon geprägt sich möglichst nicht zu lange in der prallen Sonne aufzuhalten und genügend Ruhe im Schatten zu bekommen und die letzten aktivierenden Einheiten vor dem Wettkampf möglichst am Morgen zu absolvieren!
Aufgrund der Temperaturen war das Schwimmen in der Alster für das Profifeld um mich ohne Neoprenanzug angesetzt. Mit einer soliden Leistung entstieg ich der Alster alleine, aber in guter Ausgangsposition um Platz 15 hinter einer großen Gruppe mit allen Favoriten. Auf dem Rad galt es zwei Runden zu absolvieren, der erste Teil jeder Runde ging durchs Hafengebiet und war sehr verwinkelt, der zweite Teil war dann am Deich nur geradeaus. Ich kam gut in Fahrt und sammelte vereinzelt Athleten ein, und hielt den Abstand zu den Plätzen 5-10 relativ konstant, ganz vorne für eine Gruppe weg,aber ich kam einer guten Ausgangsposition für den Lauf näher, wurde ich bis km 70 nicht von hinten eingeholt! Jedoch merkte ich schon zeitig, dass gefahrene Leistung und Anstrengungsempfinden einfach nicht zusammen passten, zu Beginn der 2 Runde hatte ich für ca. 20km ein richtiges Tief, ehe ich im letzte Viertel der Radstrecke nochmal frischere Beine bekam und dann um Platz 10 herum zum Laufen kam. Beim Abstellen des Rades und beim langen Weg durch die Wechselzone merkte ich jedoch,dass ich mich nicht mehr ganz so frisch fühlte, also nahm ich mir Zeit für einen kurzen Dixistopp, Dehn- und Verpflegungspause. Damit konnte ich zunächst relativ konstant loslaufen und da Athleten vor mir ebenfalls schwächelten befand ich mich relativ schnell auf Platz 8. Nach der ersten von vier Laufrunden wollte ich vorsichtshalber etwas Tempo herausnehmen um mit einer soliden Leistung das Rennen unter den ersten 8 zu beenden, jedoch wollte mein Körper von einem Kilometer zum anderen nicht mehr mitspielen und schien jede Form von Energiezufuhr nicht verarbeiten zu können und ich konnte mich nur noch gehend fortbewegen. Nach Geh- und Trabversuchen über 6km entschied ich mich dann frustriert das Rennen bei km 21 zu beenden!
Leider wieder einnmal ein Rennen, wo offentsichtlich etwas komplett Unvorhergesehenes und Unplanbares in meinem Körper passiert ist, so dass ich einfach nicht meine volle Leistungsfähigkeit abrufen konnte!
Die Enttäuschung und der Frust nach Hamburg saß eine ganze Weile relativ tief, aber es war auch eine große Portion Motivation und jetzt-erst-recht Einstellung dabei, und somit wollte ich eigentlich wieder bei der Challenge Almere über die Langdistanz starten, jedoch dauerte die Erholung vom Rennen in Hamburg einfach zu lang und das Training verlief alles andere als vielversprechend! Nach einigem Hin und Her entschied ich mich dann schweren Herzens die Saison zu beenden!
Nun befinde ich mich quasi bis zum Ende des Monats in der Saisonpause und trainiere momentan unstrukturiert und nach Lust und Laune! Erst danach werden dann Pläne für das nächste Jahr geschmiedet!



Dienstag, 23. Juli 2019

Saison 2019

Die Triathlonsaison 2019 ist im vollem Gange und bisher war es hier in diesem Blog sehr ruhig, das versuche ich nun in Zukunft wieder zu ändern und öfters auch hier einmal einen Post da lassen, neben den momentan einfach zeitgemäßeren Sozialen Medien Facebook und Instagram!
Zum Einstieg ein etwas längerer, kurzer Abriss meines ersten Halbjahrs 2019!
Trotz des langen,kalten und verregneten Winters in Deutschland gelang es mir sehr gut mein geplantes Trainingspensum nahezu unterbrechungsfrei durchziehen! Im Februar gönnte ich mir jedoch 2,5 sonnige,aber windige Trainingswochen in Andalusien. Besser hätte es hier nicht sein können: Gute Hotel mit gutem Essen; gut erreichbares Schwimmbad mit angeschlossenem Fitnessstudio, aber vor allem gute,abwechslungsreiche Lauf- und Radstrecken!
Den März musste ich dann noch zu Hause überbrücken, ehe Anfang April mit der Challenge Salou die erste von vier Mitteldistanzen  anstand. Hier war auch gleich ein guter Aufwärtstrend im Schwimmen und Radfahren zu erkennen, der Lauf war eher durchschnittlich,aber dennoch war der 20. Platz am Ende mit einer Gesamtzeit von knapp über vier Stunden mehr Wert als es auf dem Papier aussah.
Der folgende Trainingsblock verlief noch einmal eine ganze Nummer besser, am Ende stand ein Aufbauwettkampf heimatnah beim Burgwald Triathlon, der in diesem Jahr wetterbedingt, zweigeteilt als Bike & Run (10km+2,5km) und Duathlon (5km-20km-2,5km) ausgetragen worden ist und gleichzeitig ein Ligarennen der 1. Hessenliga für meinen Verein SC Neukirchen war. Am Ende konnte ich die Einzel- und wir die Teamwertung gewinnen! In der Folgewoche erreichte ich bei der Challenge Lissabon einen 7. Platz. Ein sehr gutes Schwimmen und ein sehr gutes Laufen trugen dazu, und glichen die an diesem Tag eher schwachen Radbeine aus.
Zwei Wochen später standen für mich mit der Challenge Family The Championship in der Slowakei und der Challenge Herning in Dänemark an zwei aufeinanderfolgenden Wochen erneut zwei Mitteldistanzen an. Bei der inoffiziellen Challenge Family Weltmeisterschaft kam am Ende ein 18. Platz raus, aber auch hier war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Im Schwimmen war ich wieder voll da, das Radfahren konnte ich recht ökonomisch gestalten, so dass ich 15km einen guten Lauf zeigen, ehe Magen-Darm-Beschwerden am Ende eine Top 15 Platzierung zu Nichte machten. Dennoch konnte ich mich schnell und gut erholen und konnte mit einem 15. Platz und erneut einer Zeit unter 4h, wie schon in Lissabon und in der Slowakei, mein Ziel erreichen. Diese letzte Mitteldistanz verlief alles in allem in allen Disziplinen gut-sehr gut, und haben mir gezeigt, dass mit dem passenden Training, der richtigen Regeneration, einer guten Planung, mentaler Stärke und diverser Kleinigkeiten, die im Training und Wettkampf einfach passen müssen, meine ppersönliche, leistungssportliche Entwicklung weiterhin vorwärts geht!
Somit entschied ich mich relativ zeitnah dafür, dass ich nach einer regenerativen Trainingswoche einen ironmanspezifischen Trainingsblock einzubauen und jetzt am kommenden Wochenende beim Ironman Hamburg am Start zu stehen, und zu zeigen, dass ich die Mitteldistanzleistungen aus diesem Jahr auch auf die Langdistanz übertragen kann!

Challenge Salou 2019

Challenge Salou 2019
The Championship 2019
Challenge Lissabon 2019

Challenge The Championship 2019

Challenge Denmark 2019

Mittwoch, 21. November 2018

Ironman Cozumel


Mit einer argen Enttäuschung ist am letzten Sonntag der Ironman Cozumel in Mexiko geendet. Das letzte Rennen der Saison hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Aber der Reihe nach!
Ich reiste 10 Tage vor dem Rennen gemeinsam mit meinem Vater nach Cozumel, eigentlich genügend Zeit zur klimatischen Anpassung, und den zu erwartetenden 30 Grad Außentemperatur und zum Teil windige Bedingungen auf der Radstrecke. Somit konnte ich die Verhältnisse in einigen Trainingseinheiten kennen lernen, aber auch hier deutete sich schon an, dass der Körper sich schwer tut. Zum Wettkampf hin wurde ich aber optimistischer.
Das Schwimmen verlief im ersten Moment betrachte auch recht zufriedenstellend, verpasste ich zwar wie fast immer die erste Gruppe, aber ich kam recht kraftsparend und mit einer guten Ausgangsposition auf Position 13/14 aus dem welligen Wasser...
Am Rad konnte ich aber gleich von Beginn keinen Durck aufs Pedal bringen. Bis ca. KM 90 konnte ich dennoch sogar 3-4 Plätze gut machen, ehe die Kraft immer mehr nach lies und auch ausgiebiges Kühlen keine Wirkung zeigte. Irgendwann war auch meine Laune und Motivation im Keller und die letzten 60km am Rad waren ziemlich zäh und glichen eher einer lockeren Trainingsausfahrt.
In der 2. Wechselzone überlegte ich mir auch recht lange, ob und wie ich jetzt noch loslaufe, ich entschied mich dazu es einfach nochmal zu versuchen. Bis ca. KM 20 war es auch weitestgehend laufen, ab dort war dann aber auch hier die Luft raus und somit waren die nächsten 10-12km mehr Wandern und Joggen als Laufen und ich machte mir Gedanken, was mir wohl von beidem einfacher fällt ins Ziel zu kommen. Irgendwann war es dann ein genütliches Auslauftempo um das Rennen noch einigermaßen zu finishen. Nach gut 9std35min war der Tag dann für mich auch beendet. Eine wirkliche Erklärung für das, was Sonntag mit mir los war,habe ich noch nicht, die Enttäuschung ist nach wie vor riesig, jetzt ist erst einmal Pause und Erholung angesagt, ehe es dann Mitte Dezember mit der Vorbereitung auf 2019 losgeht!

Donnerstag, 8. November 2018

Ironmanvorbereitungen

Mit dem heutigen Post melde ich mich direkt vom Flughafen zurück, auf dem Weg zu meinem nächsten Wettkampf bei Ironman Cozumel in Mexiko!
Nach dem Rennen bei der Challenge Almere stand für mich relativ schnell fest, dass ich noch ein Rennen in diesem Jahr machen möchte, auch schnell war entschieden,dass es der Ironman Cozumel sein sollte. Die Regeneration verlief gut, das Wetter spielte Ende September und Anfang Oktober zuhause auch noch gut mit,aber für den letzten großen Trainingsblock verabschiedete ich mich mit einer kleinen Trainingsgruppe um meinen Trainer noch einmal für zwei Wochen in die Toskana, wo es bei durchweg 20-25 Grad nahezu optimale Bedingungen zum Training gab. Die anschließend letzten 10 Tage zuhause spielte das Wetter auch nochmal mit, so dass mit entsprechender Kleidung zwei längeren ironmanspezifischen Radeinheiten nichts im Wege stand. Mit den Vorbereitungen der letzten 8 Wochen bin ich sehr zufrieden, die Form ist richtig gut, die Trainingsqualität und - quantität war durchweg hoch, nun gilt es in den nächsten 10 Tagen die Form noch einmal zuzuspitzen, ehe es am 18.11. an die Startlinie geht!

Sonntag, 9. September 2018

Challenge Almere-Amsterdam Wettkampfbericht

Nach dem enttäuschenden Rennen bei der Challenge Roth war für mich relativ schnell der Entschluss gefasst es möglichst bald bei einer weiteren Langdistanz zu versuchen, und somit fiel die Wahl auf Europas älteste Langdistanz bei der Challenge Almere Amsterdam!
Das Rennen bei der Halbdistanz in Finnland gab ordentlich Selbstvertrauen für ein gutes Rennen in Holland und somit verlief das Training bis dahin nach einer Regenerations und einer Taperingwoche mit zwei Wochen ordentlich Umfang auch recht gut!
Das Teilnehmerfeld war gut,aber nicht überragend besetzt, somit war das Ziel mit einem guten Lauf eine gute Platzierung zu erzielen. Und dieses Mal ging der Plan vollends auf.
Der Start in den langen Tag verlief im recht kühlen Gewässer relativ gut, zwar kämpfte ich ca 1500m um den Anschluss in einer 6er Gruppe, vorne waren zwei weg, aber ab da wurde es dann auf der zweiten von je 1,9km langen Schwimmrunden einigermaßen komfortabel und ich kam in einer guten Ausgangsposition aus dem Wasser mit gut 3min zur Spitze.
Mit einem schnellen Wechsel zerfiel erst einmal unsere Gruppe und ich fuhr kurzzeitig auf Platz 3, bis mich Cameron Wurf, Radstreckenrekordhalter auf Hawaii, überholte. Da ich es heute nicht auf einen schnellen Radsplit und durchwachsenen Lauf ankommen lassen wollte, fuhr ich im komfortablen Tempo weiter und wartete die erste Radrunde über 90km ab, da sich angesichts von 20m Windschattenregel im Profirennen keine Gruppen bildeten und jeder mehr oder mehr für sich selbst gegen den Seitenwind kämpfen musste, der im 2. Streckenteil auf kam, entschied ich mich bei km 100 alleine mein Tempo zu fahren und somit war dann auch die zweite Runde etwas schneller als die erste. In die Wechselzone fuhr ich in Position sechs ,  ca. 5min nach vorne, ca. 5min nach hinten. Beim Loslaufen waren die Laufbeine sofort da und so ging ich den Lauf schneller als geplant mit km Zeiten von 3min55sek-4min00sek an. Nach der ersten von sechs Laufrunden reduzierte ich etwas, machte aber weiterhin Boden nach vorne gut und nach hinten verschaffte ich mir ein Polster. Die Beine spielten gut mit und auch der Kopf waren nach 6,5h Rennstunden noch einigermaßen frisch und so konnte ich bei km24 Platz 5 übernehmen und bis Km 37 den Vorsprung auf 5min ausbauen, nach vorne waren es ca. 9min, somit kein Grund mehr unnötiges Risiko einzugehen um auf Bestzeiten Jagd zu gehen, die letzten 2km waren die Beine dann ziemlich schwer,aber da war das Rennen entschieden und ich lief sehr zufrieden und glücklich mit einem 2h55min Marathon ins Ziel und erreichte Platz 5 mit einer Gesamtzeit von 8h19min, ca. 30sek über meiner bisherigen Bestzeit.
Danke für mein ganzes Umfeld, welches mich auf diesem Weg begleitet, welcher so langsam richtig Fahrt aufnimmt! Harte Arbeit und Hartnäckigkeit zahlen sich immer aus!

Mittwoch, 15. August 2018

Challenge Finnland

Nach dem Ausstieg bei der Challenge Roth stand für mich relativ schnell fest, dass ich als erstes Rennen in der 2.Saisonhälfte wieder bei der Challenge Finnland in Turku am Start stehen möchte!
Das Training bis dahin verlief schleppend und war von guten,aber öfters von schwachen Tagen und Ergebnissen geprägt, zwischendurch wurde der Trainingsrhythmus mit dem 24h Radrennen im 4er Team mit drei Freunden etwas aufgelockert!
Die Anreise nach Finnland verlief aufgrund Wetterkapriolen und Flugverspätungen auch alles andere als glatt, somit blieb mir nur der Samstag um ein Finnland anzukommen,aber auch dieses Hindernis stellte keine wirklich große Hürde da.
So stand ich am Sonntag morgen dann an der Startlinie im Hafenbecken von Turku. Pünktlich zum Rennstart hatte dann der Dauerregen, der uns vom Frühstück bis dahin begleitet hatte, auch aufgehört.
Um 9.00 Uhr fiel dann der Startschuss für die 35 Profimänner und -frauen. Und man kann es eigentlich nur so sagen, dass ich zu dieser Zeit wohl noch schläfrig war, denn so erklärt sich die Schwimmzeit von 30min. Vom Start weg fühlte ich mich kraftlos und ich fand nicht in meinen Rhythmus, irgendwann galt es dann nur noch möglichst kraftsparend bei den ersten Frauen mitzuschwimmen. Nach einem zügigen Wechsel auf Rad setze sich dieses Körpergefühl jedoch fort, dennoch konnte ich 1,2 Plätze gut machen, ab km 30 wurden die Beine allmählich besser und ich konnte meine anvisierte Wettkampfleistung treten und holte deutlich auf und machte Boden gut. Und so ging es dann mit neuem Mut ans Laufen. Der erste Kilometer verlief dann etwas schleppend, aber danach fand ich einen guten Rhythmus bei moderater Anstrengung und konnte mit einer schnelleren zweiten Hälfte im Halbmarathon weiter Boden gut machen und das Rennen mit neuer persönlichen Bestleistung in 3h57min auf Platz 11 beenden, was mich aufgrund der letzten Wochen sowie der Vorbereitungen auf den Wettkampf sowie den Wettkampfstart positiv auf die nächsten Wettkämpfe schauen lässt!



 
Bildquellen: Challenge Finnland


Donnerstag, 5. Juli 2018

Rennbericht Challenge Roth

Am letzten Sonntag stand mit der Challenge Roth mein erster Hauptwettkampf des Jahres im Kalender! Die Vorbereitung darauf hin verlief sehr gut und entsprach weitestgehend der Trainingsplanung und meinen Erwartungen, somit reiste ich bereits am Mittwoch mit Vorfreude und Optimismus auf ein gutes Rennen nach Roth,da bereits am Donnerstag die Wettkampfbesprechung stattfand. Bis zum Rennen am Sonntag waren die üblichen organisatorischen Dinge zu erledigen,aber im Grunde waren die letzten Tage vor dem Rennen nahezu stressfrei und der Fokus lag voll auf dem Rennen, welches ich mit Mut zum Risiko bestreiten wollte.
Und dann viel am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr der Startschuss für die 1.Startgruppe. Ich kam recht schnell in einen guten Rhythmus,welcher sich nicht wirklich schnell anfühlte,aber dennoch waren einige der Rennfavoriten wie Sebastian Kienle, Andreas Dreitz und Joe Skipper in Schlagdistanz, somit machte ich mir keinen Kopf und schwamm diesen Stil weiter, an der Wende nach 1500m zog sich die Gruppe etwas auseinander, aber ich konnte dabei bleiben und je länger die Distanz wurde, desto besser fühlte ich mich. Am Ende stieg ich mit 49min15sek und neuer Schwimmbestzeit für 3,8km aus dem Main-Donau-Kanal und hatte nur eine gute Minute Rückstand auf die große Spitzengruppe. Und so ging es mit noch einmal mehr Motivation auf's Rad. Sofort fanden sich mit Joe Skipper und Markus Hörmann schnelle Mitstreiter für die Aufholjagd bzw. einem guten Bikesplit, irgendwann stieß dann noch Jan Raphael hinzu, und wir waren in einem guten Tempo unterwegs. Es fühlte sich alles gut an! So richtig rund lief unsere Gruppe dann aber doch nicht und irgendwie zerfiel diese dann bei KM 80, Joe fuhr nach vorne, mit einem überholenden Fahrer, raus, zuvor war eine Lücke zu den anderen zwei entstanden, ich für meinen Teil entschloss mich, dass ich weiterhin in die Offensive gehe und von nun an meinen Rhyhtmus weiter fuhr. Irgendwann ab KM 100 wurde der Wind deutlich stärker, 2.Runde im Anstieg nach Greding wurden die Kräfte schon weniger,bis ca. km 150 lief es aber noch recht gut, ehe die letzen 20-30km recht zäh worden und einer schnelleren Trainingsfahrt glichen, dennoch machte ich noch Plätze gut und war am Ende des Radfahrens unter den ersten 10, was die Zielsetzung an diesem Tag in der Endabrechung sein sollte.
In der 2.Wechselzone gleich den Gang zum Dixi erledigt,ehe ich mich dann auf die Laufstrecke begab. Trotz der angeschlagenen Beine auf den letzten Radkilometern ging das Laufen noch einigermaßen zügig, das Gefühl war auch hier erstmal sehr bescheiden,aber vielleicht lief es sich raus. Am Kanal bei KM 5 lag ich dann auf Platz 11 und beim km 8 sah ich am ersten Wendepunkt,dass eine große Gruppe an Athleten in Schlagdistanz hinter mir läuft. Da sich ein gutes Gefühl noch nicht eingestellt hatte, nahm ich etwas Tempo raus, um dann bei einem Überholvorgang mit einem der hinteren Athleten mitlaufen zu können, aber nach und nach stellte sich heraus, dass das unrhythmische Radfahren einige Körner gekostet hat und die Energiereserven schon im roten Bereich waren, somit wurde ich nach und nach ein-und überholt, am entferntesten Punkt der Laufstrecke lag ich irgendwo um Position 15-20 und auch das "Notfall-Koffeingel" und Red Bull brachten keine Besserung, somit entschied ich mich hier, dass ich das Rennen vorzeitig beenden werde. Bis zur Lände bei KM 25 joggte ich irgendwie , dort versuchten mich David und Marcel noch zum Weitermachen zu überreden,aber ich wollte hier nicht mehr und nur noch zurück in die Stadt und im Zielbereich in die Dusche. Irgendwie kam ich dann zu KM 30,5 wo meine Freundin, Tochter und meine Mutter standen, auch hier wieder die Diskussion Ausstieg ja oder nein,aber mein Entschluss war durch, noch weitere 12km sich durchquälen und sich dann für die weitere Saison zu sehr zu schwächen waren an diesem Tag nicht sinnvoll.
Enttäuscht bin ich nur in der Hinsicht, dass ich meinem ganzen Support an der Strecke kein gutes Rennen bis zum Ende zeigen konnte; aber dennoch nehme ich viel Positives aus diesem Rennen mit: mein Schwimmen ist endlich im Wettkampf auch dort gewesen, wo es im Training schon lange ist; das Radfahren war bewusst mit Risiko und ich weiß nun auch, dass ich bis auf 2-3 Ausnahmeathleten bei allen Attacken mitfahren kann, naja und das Laufen kommt an einem perfekten Tag dann sicherlich auch noch hinzu!

Auf dem Weg zu 4h26min Quelle: Ingo Kutsche
2. Wechsel Quelle: Marco Berger
Auf dem Weg zur Laufstrecke Quelle: Marco Berger

Laufen am Kanal; Quelle: Ute Roth