Montag, 2. Oktober 2017

Ironman Barcelona

Wie angekündigt sollte der Ironman Barcelona noch einmal ein ordentliches Highlight der Saison werden.
Die Form war gut und bestens eingestellt von meinen Trainern Matthias, Harald und Volker ging es am Mittwochmorgen gemeinsam mit meinem Vater nach Barcelona,bzw. in den Ferienort Callela. Die drei Tage bis zum Wettkampf vergingen relativ schnell und ich sehnte den Wettkampf herbei.
Am Wettkampfmorgen wurde dann meine Vorstartroutine noch von einem Reifendefekt unterbrochen, aber auch das war zu meistern. Aufwärmen und um 8.08Uhr fiel dann für das große und qualitativ gut besetzte Profifeld (div. Ironmansieger und Olympiateilnehmer) der Startschuss. Und so war es dementsprechend eng auf dem Weg zur ersten Boje.  Nach ca.1000m konnte ich mich etwas freischwimmen und sah mich am Ende der Gruppe, kurzer Zwischenspurt und schon war ich mittendrin und ich fand einen guten Rhythmus. Nach gut 3km fiel die Gruppe etwas auseinander aber ich kam dann mit dem vorderen Teil nach rund 50min an Land. Gut gelaufen,wie ich es mir vorgestellt habe. Schneller Wechsel auf's Rad, dann die ersten 3km mit Überholverbot durch die engen Gassen von Callela. Dann bot sich für mich bereits nach wenigen Kilometern auf der welligen Küstenstraße die Chance mit dem Langdistanzeuropameister Joe Skipper mitzufahren.  Da ich was riskieren wollte,tat ich dies und es lief richtig gut, gemeinsam mit einem weiteren Deutschen machten wir uns auf die Verfolgung der schnellsten Schwimmer. Zwei Franzosen waren auch noch dabei,allerdings sehr passiv.  Bei ca.Km 90 stürzte dann Markus Liebelt und Joe und ich machten alleine weiter Tempo und konnten uns absetzen. Zwischen 150-160 km fiel es uns beiden dann aufgrund des Gegenwindes schwer. Mir ging es aber auf dem Rückweg dieser letzten Runden dann noch einmal gut und ich drückte das Tempo bis zu Wechselzone von vorne durch. Nach 4.17std war auch der Radpart Geschichte. Wieder ein schneller Wechsel und ich konnte zunächst eine kurze Lücke auf Joe und einen Spanier reißen, den wir noch eingeholt hatten. Aber nach 2km hatten sie mich wieder überholt und ich lief unbeirrt mein Tempo weiter. Nicht zu früh überzocken,da ich mir unsicher war wie sich das Radfahren nach Laufkilometer 20 auswirkt, war es doch 5min schneller als geplant. 
Der Lauf war dann einfach nur eine Geduldsprobe, ich lief stur mein Tempo ernährte mich gut (wobei ich auch hier ca, 10km mit der Streckenverpflegung zu Recht kommen musste, da mein Vater leider nicht rechtzeitig an der Special Needs Station war. Dennoch lief es weiterhin recht flüssig und ich konnte somit dann noch weitere Athleten überholen und war Anfang der letzten Runde auf Platz 8 vorgekommen. Vorne wurde Horst Reichel etwas langsamer,aber auch für mich kam ab km 35 der harte Part des Marathon. Das flüssige Laufen auf den ersten 3/4 der Strecke, wurde jetzt eher zu einem Kämpfen mit den ermüdeten Oberschenkel,aber ich war sicher dass es diesmal bis ins Ziel reichen wird da ich auch nach hinten ausreichend Luft hatte und auch nichts mehr riskierte. Aber als ich bei km 39 das erste Mal im Rennen auf meine Gesamtzeit schaute und bemerkte,dass es unter 8.20 wird, konnte ich nochmal etwas zulegen. Den Zieleinlauf konnte ich dann so richtig genießen und mit meiner 3.06h auf den Marathon konnte ich sehr gut leben :-). Auch heute kann ich es noch nicht so recht glauben, dass der Wettkampf mit PB in den drei Disziplinen so gut lief und die Gesamtzeit toppt alles. Der 8. Gesamtplatz ist dann eine nette Zugabe! An diesem Wettkampf gibt es sicherlich fast gar nichts auszusetzen, auch wenn es einen perfekten Triathlon nicht gibt! Jetzt erst einmal ein bisschen regenerieren und dann schau ich mal,wie und ob die Saison noch weiter geht! 

Fotos folgen die Tage!

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