Sonntag, 22. Juni 2014

IRONMAN 70.3 Luxemburg Race-Report

Mit dem Ironman 70.3 Luxemburg war nun mein erster Saisonhöhepunkt gekommen (siehe vorvorheriger Post). 
Da der Startschuss für mich erst um 13.30 fiel, galt es zunächst den Vormittag zu überstehen^^. So stand ich also gegen 7.30Uhr auf und begann den Tag mit einem 10 minütigen Lauf zum „Beinevertreten“, dabei gab es schon die erste Überraschung. Mein Trainer Gerhard hatte schon frühmorgens die dreieinhalbstündige Autofahrt auf sich genommen und war nach Luxemburg gekommen-Danke, Du bist der Beste (hat sich ja gelohnt;-))! Danach dann ein ausgiebiges Frühstück, Füße hochlegen und der Versuch etwas abzuschalten. Frühzeitig ging ich dann die 15 Minuten Fußweg zum Start-Ziel-Bereich traf letzte Vorbereitungen und wärmte mich auf, die Zeit ging nur langsam vorüber.
Um 13.30 Uhr fiel dann der Startschuss für meine Startgruppe für die 1,9km in der Mosel. Gleich von Beginn an fand ich gut meinen Rhythmus und konnte freischwimmen ohne das sonst oft übliche Geprügel. Nach und nach kam ich immer besser rein und ich merkte schon, dass ich unter den ersten meiner Gruppe schwimme. Mit einer neuen persönlichen Schwimmbestzeit konnte ich danach knapp über 25min das Wasser verlassen. Dann ein problemfreier Wechsel und ab aufs Rad. 40 flache Kilometer standen an, auf denen es galt sich für die Hügel im Mittelteil der Strecke einzurollen. Ich kam eigentlich gleich gut in Fahrt und überholte reihenweise die vor mir gestarteten Athleten. Nach 20km dann ein Wendepunkt und zurück ging’s. Hier merkte ich schon, dass das Radfahren heute etwas anders war als sonst, so richtig konnte ich doch nicht Fahrt aufnehmen und musste am Rad mehr arbeiten, als ich es sonst gewohnt bin, um eine entsprechende Leistung zu erbringen. Ein unbeständiger Wind, welcher sich auch auf dem Rest der Strecke zu finden war, sorgte auch nicht gerade dafür, dass es einem durch Rückenwindpassagen mal leichter fiel, gefühlt war er ständig von vorne da, aber das war nicht das Entscheidende, da mussten alle mit leben. Nach 40km wurde es dann hügelig und es wurde anspruchsvoller. Bei ca. KM 45 wurde ich dann von einem Athleten meiner Startgruppe überholt-jetzt galt es im fairen Abstand dranzubleiben, denn so fällt es leichter das Tempo in den Auf-und-Ab-Passagen aufrecht zu halten. Ich konnte also auf Sichtkontakt mithalten, hatte aber nicht den Hauch von Windschatten, sondern nur die Orientierung, dass da vorne noch jemand ist. Und so fuhren wir die letzen 45km im Abstand von 100-400m hintereinander her und pushten uns wohl gegenseitig. Die letzten 10km waren wieder flacher und man konnte sich die Beine einigermaßen fürs Laufen locker. 2. Wechsel dann auch problemfrei und ab ging‘s auf die Laufstrecke. Auch hier wieder das gleiche Spiel. Wir beide schienen noch ganz gute Beine zu haben (auch ein Dank an Compressport ;-)) und schlugen gleich ein ordentliches Tempo an, da es keine KM-Markierungen gab und ich im Wettkampf kein GPS nutze, vertraute ich auf mein Gefühl. Mein Kontrahent konnte auf den ersten 1-2km wieder die Lücke, welche ich beim Wechsel etwas schließen konnte, vergrößern und so lief ich dann zunächst im Abstand von ca. 30-45sek hinter ihm her. Zunächst lief alles rund und das Gefühl war gut, doch nach ca. der Hälfte des Halbmarathons setzen Seitenstiche ein, welche mich Gehpausen  und einem längeren Stopp in der Verpflegungsstelle zwangenL. Gegen Ende der 2.Runde wurde es dann wieder besser und ich konnte die 3. Runde noch rechtflüssig zu Ende laufen, mein Kontrahent konnte sich so natürlich mit einer sehr starken Laufzeit deutlich absetzen, schwierig zu sagen, ob ich ohne Probleme Ihn hätte halten können.
Schließlich konnte ich mit einer neuen Bestzeit von 4std03min22sek als 12. Gesamt und 2. meiner Altersklasse ins Ziel einlaufen. Auch wenn’s ein harter Tag war, Spaß hat’s gemacht und genau aus solchen Gründen mache ich Triathlon!
Vielen Dank an Doro, Gerhard und meinen Eltern für den klasse Support an der Strecke, so konnte ich das kleine Tief etwas leichter überwinden. Danke auch an alle, die von zu Hause aus mitgefiebert haben.
P.s. Die Platzierung hat auch zur Qualifikation für die 70.3 WM in Kanada in diesem Jahr gereicht, jedoch nehme ich diese nicht an, da ich meinen Saisonhöhepunkt ja auf Mallorca haben will und mir dort die Quali für Hawaii 2015 holen will. Naja, und etwas fehlen für so eine Reise auch die Sponsorengelder ;-).

Fotos folgen die Tage...

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