Dienstag, 13. September 2016

Wettkampfbericht Ironman 70.3 Rügen

Zwei Wochen waren (nur) seit meiner letzten Mitteldistanz beim Ironman 70.3 Zell am See vergangen. Motiviert vom guten Ergebnis und gut erholt konnte ich den Start in Rügen angehen. Ein gutes Körpergefühl seit Zell am See tat sein übriges. 
Am Wettkampfmorgen fühlte ich mich jedoch zunächst etwas träge, ebenso beim Aufwärmen.
Als der Startschuss jedoch im 10.00 Uhr fiel kam ich beim Landstart gut weg und konnte gut in meinen Rhythmus finden und fand in Markus Herbst sofort einen guten Mitschwimmer, wir waren quasi die zweite Gruppe, hinter der 13köpfigen Spitzengruppe um Andreas Dreitz und Timo Bracht. Das Meer war auffällig ruhig, so dass wir mit einer reinen Schwimmzeit von ca. 23min aus dem Wasser stiegen, eine gute Minute nach vorne, besser geht’s fast nicht. Nun mussten wir jedoch ca. 700m über Asphalt bzw. Teppichboden auf Asphalt zur Wechselzone zurücklegen, da ging der Puls gut hoch. Hier musste ich Markus dann etwas ziehen lassen und von nun an begannen 90 recht einsame Kilometer auf dem Rad.
Die Radstrecke war mit ca. 300 Höhenmeter und wenig Kurven gut für schnelle Zeiten, der Wind spielte auch einigermaßen mit. Dennoch musste ich mich gerade gegen Ende der ersten Runde permanent pushen, um das Tempo hochzuhalten. Ich überholte auf der ersten Runde zwei der schnelleren Schwimmer und wurde nur von Johannes Moldan überholt, mitfahren war mit hier nicht möglich, hatte ich doch gerade ein kleines Tief. Am Wendepunkt zur zweiten Runde sah ich, dass der Abstand zu Position 10 ca. 1min betrug. Dazu wurden auch die Beine besser und ich konnte die zweite Runde einen besseren Rhythmus fahren und gegen Ende der zweiten Runde mich auf Platz 10 vorschieben.
Diesen verlor ich quasi in der Wechselzone wieder, waren die Beine doch schon etwas angeschlagen vom Radfahren. Loslaufen war auch etwas träge, aber ich kam recht schnell in einen Rhythmus von ca. 4min/km, das was momentan die Laufform hergibt, aber wenn ich dies durchlaufe, wusste ich, dass Platz 10 definitiv in Reichweite war. Ich kam immer besser in den Lauf, überholte, wurde überholt, aber nach vorne wurden die Abstände kleiner. Der Lauf an sich fühlte sich deutlich besser an als in Zell am See und so hatte ich auf der zweiten von zweieinhalb Laufrunden permanent einen Schweden vor mir, jedoch fehlte mich am Anstieg beim KM 16 der letzte Punch um vorbeizuziehen und so machte er Boden gut. Auf den letzten 4km konnten ich noch Markus Herbst einsammeln und war 10., mein schwedischer Freund war auf Platz 9 noch in Sichtweite, aber ich kam nicht mehr ran.
Dennoch bin ich mit dem 10. Platz recht zufrieden, starkes Schwimmen, gut-sehr gutes Radfahren, Laufen gut-sehr gut für meinen momentanen Leistungsstand, das abgerufen, was momentan drin ist! Kampfgeist und Wille ist also da und die Laufform kommt sicherlich mit einem guten Trainingsblock wieder!
Ganz nebenbei noch meine Ironman 70.3 Bestzeit um 2min verbessert, 90km Radbestzeit auch auf 2std08minXXsek gedrückt und Schwimmen war mit 23minXXsek auch schneller als zuvor!
Wie es mit dem Rest des Jahres weiter geht, werde ich nach einer Ruhewoche entscheiden.

Gestern stand erst einmal noch Regeneration auf Rügen im Vordergrund;-):-)
Start Profimänner Ironman 70.3 Rügen Quelle: Marcel Hilger

Allein gegen alle und alles ;-) :-P Quelle: Marcel Hilger
Abkühlung nach einem harten Rennen Quelle: privat

Der lange Weg zur Wechselzone Quelle: privat
Laufen 2. Runde Quelle: privat

After Finishline Quelle: privat

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