Donnerstag, 5. Juli 2018

Rennbericht Challenge Roth

Am letzten Sonntag stand mit der Challenge Roth mein erster Hauptwettkampf des Jahres im Kalender! Die Vorbereitung darauf hin verlief sehr gut und entsprach weitestgehend der Trainingsplanung und meinen Erwartungen, somit reiste ich bereits am Mittwoch mit Vorfreude und Optimismus auf ein gutes Rennen nach Roth,da bereits am Donnerstag die Wettkampfbesprechung stattfand. Bis zum Rennen am Sonntag waren die üblichen organisatorischen Dinge zu erledigen,aber im Grunde waren die letzten Tage vor dem Rennen nahezu stressfrei und der Fokus lag voll auf dem Rennen, welches ich mit Mut zum Risiko bestreiten wollte.
Und dann viel am Sonntagmorgen um 6.30 Uhr der Startschuss für die 1.Startgruppe. Ich kam recht schnell in einen guten Rhythmus,welcher sich nicht wirklich schnell anfühlte,aber dennoch waren einige der Rennfavoriten wie Sebastian Kienle, Andreas Dreitz und Joe Skipper in Schlagdistanz, somit machte ich mir keinen Kopf und schwamm diesen Stil weiter, an der Wende nach 1500m zog sich die Gruppe etwas auseinander, aber ich konnte dabei bleiben und je länger die Distanz wurde, desto besser fühlte ich mich. Am Ende stieg ich mit 49min15sek und neuer Schwimmbestzeit für 3,8km aus dem Main-Donau-Kanal und hatte nur eine gute Minute Rückstand auf die große Spitzengruppe. Und so ging es mit noch einmal mehr Motivation auf's Rad. Sofort fanden sich mit Joe Skipper und Markus Hörmann schnelle Mitstreiter für die Aufholjagd bzw. einem guten Bikesplit, irgendwann stieß dann noch Jan Raphael hinzu, und wir waren in einem guten Tempo unterwegs. Es fühlte sich alles gut an! So richtig rund lief unsere Gruppe dann aber doch nicht und irgendwie zerfiel diese dann bei KM 80, Joe fuhr nach vorne, mit einem überholenden Fahrer, raus, zuvor war eine Lücke zu den anderen zwei entstanden, ich für meinen Teil entschloss mich, dass ich weiterhin in die Offensive gehe und von nun an meinen Rhyhtmus weiter fuhr. Irgendwann ab KM 100 wurde der Wind deutlich stärker, 2.Runde im Anstieg nach Greding wurden die Kräfte schon weniger,bis ca. km 150 lief es aber noch recht gut, ehe die letzen 20-30km recht zäh worden und einer schnelleren Trainingsfahrt glichen, dennoch machte ich noch Plätze gut und war am Ende des Radfahrens unter den ersten 10, was die Zielsetzung an diesem Tag in der Endabrechung sein sollte.
In der 2.Wechselzone gleich den Gang zum Dixi erledigt,ehe ich mich dann auf die Laufstrecke begab. Trotz der angeschlagenen Beine auf den letzten Radkilometern ging das Laufen noch einigermaßen zügig, das Gefühl war auch hier erstmal sehr bescheiden,aber vielleicht lief es sich raus. Am Kanal bei KM 5 lag ich dann auf Platz 11 und beim km 8 sah ich am ersten Wendepunkt,dass eine große Gruppe an Athleten in Schlagdistanz hinter mir läuft. Da sich ein gutes Gefühl noch nicht eingestellt hatte, nahm ich etwas Tempo raus, um dann bei einem Überholvorgang mit einem der hinteren Athleten mitlaufen zu können, aber nach und nach stellte sich heraus, dass das unrhythmische Radfahren einige Körner gekostet hat und die Energiereserven schon im roten Bereich waren, somit wurde ich nach und nach ein-und überholt, am entferntesten Punkt der Laufstrecke lag ich irgendwo um Position 15-20 und auch das "Notfall-Koffeingel" und Red Bull brachten keine Besserung, somit entschied ich mich hier, dass ich das Rennen vorzeitig beenden werde. Bis zur Lände bei KM 25 joggte ich irgendwie , dort versuchten mich David und Marcel noch zum Weitermachen zu überreden,aber ich wollte hier nicht mehr und nur noch zurück in die Stadt und im Zielbereich in die Dusche. Irgendwie kam ich dann zu KM 30,5 wo meine Freundin, Tochter und meine Mutter standen, auch hier wieder die Diskussion Ausstieg ja oder nein,aber mein Entschluss war durch, noch weitere 12km sich durchquälen und sich dann für die weitere Saison zu sehr zu schwächen waren an diesem Tag nicht sinnvoll.
Enttäuscht bin ich nur in der Hinsicht, dass ich meinem ganzen Support an der Strecke kein gutes Rennen bis zum Ende zeigen konnte; aber dennoch nehme ich viel Positives aus diesem Rennen mit: mein Schwimmen ist endlich im Wettkampf auch dort gewesen, wo es im Training schon lange ist; das Radfahren war bewusst mit Risiko und ich weiß nun auch, dass ich bis auf 2-3 Ausnahmeathleten bei allen Attacken mitfahren kann, naja und das Laufen kommt an einem perfekten Tag dann sicherlich auch noch hinzu!

Auf dem Weg zu 4h26min Quelle: Ingo Kutsche
2. Wechsel Quelle: Marco Berger
Auf dem Weg zur Laufstrecke Quelle: Marco Berger

Laufen am Kanal; Quelle: Ute Roth


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